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Sechs Schulschließungen : Hessen sieht Schulstart als gelungen an

Nur wenige Zwischenfälle: Wie hier in der Klasse 8b eines Kelkheimer Privatgymnasiums läuft Schule bislang recht reibungslos ab. Bild: dpa

Beeinträchtigungen nur im Promillebereich: Hessens Kultusminister Lorz zieht eine positive Bilanz nach zwei Schulwochen. Zur Entlastung der Schulbusse zieht das Land entzerrte Anfangszeiten in den Schulen in Betracht.

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          Seit dem Beginn des Schuljahrs sind sechs der 1795 Schulen in Hessen für einen oder mehrere Tage geschlossen worden, weil ein Verdacht auf Corona oder eine Infektion vorgelegen habe. Das berichtete Kultusminister Alexander Lorz (CDU) am Freitag. Momentan seien nur zwei Schulen geschlossen, die Quote liege also im Promillebereich. Unter den gegebenen Umständen sei der Schulstart „gut gelaufen“, so der Minister.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Rund 97 Prozent der hessischen Lehrer nehmen derzeit am Präsenzunterricht teil. „Erfreut“ über diese Zahl zeigte Lorz sich vor allem angesichts des Vergleichs mit den Ausfällen vor den Sommerferien. Damals hatten sich mehr als zehn Prozent vom Präsenzunterricht freistellen lassen.

          Das Angebot, sich testen zu lassen, hätten bisher rund 10.500 Personen angenommen, berichtete Lorz. Es habe nur zwei positive Befunde gegeben. „Aber solange Infektionen von außen in die Schulen hineingetragen werden, werden wir das Risiko trotz noch so guter schulischer Hygienekonzepte nicht auf null reduzieren können.“ Im Übrigen habe sich herausgestellt, dass lokale Ausbrüche des Virus sich keineswegs unmittelbar auf das Infektionsgeschehen in den Schulen auswirkten.

          Vor diesem Hintergrund hätten auch die Gesundheitsämter in von der Pandemie besonders betroffenen Städten wie Offenbach oder Hanau zu Recht nicht auf die Schulschließungen gedrungen. „Man soll nicht mit einem viel zu großen Hammer auf eine Nuss schlagen“, sagte Lorz. Die Kritik, Schüler seien in überfüllten Bussen erhöhter Infektionsgefahr ausgesetzt, richte sich zunächst an Kommunen und Verkehrsverbünde. Der Beitrag der Schulen könne sein, die Anfangszeiten des Unterrichts zu entzerren.

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