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Medizinische Versorgung : Hessen lockt junge Ärzte aufs Land

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Raus aufs Land: Hessen lockt junge Ärzte in abgelegenere Orte. Bild: dpa

In Hessen leiden immer mehr abgelegene Regionen unter Ärztemangel. Die Regierung wirkt entgegen und schafft zusätzliche Anreize für junge Mediziner.

          Mentoren-Programm, Notfall-Training, Praxis-Seminare - an 31 Orten in Hessen werden junge Mediziner mit solchen Angeboten beim Berufseinstieg in einer Allgemeinarztpraxis unterstützt. Nun wurde das Angebot erneut ausgeweitet, wie Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) am Mittwoch in Frankfurt berichtete. Neu im Angebot sind „Landtage“, bei denen Ärzte in Weiterbildung Regionen mit drohendem Hausarztmangel besuchen. Seit Gründung des Kompetenzzentrums zur Weiterbildung von Allgemeinmedizinern hat Hessen laut Grüttner 1,45 Millionen Euro in solche Angebote investiert. Weil viele Hausärzte bald in Ruhestand gehen, warnen Gesundheitspolitiker vor leerstehenden Praxen.

          Die Angebote sollen jungen Menschen „die Angst vor dem Sprung ins kalte Wasser nehmen“, sagte Prof. Ferdinand M. Gerlach, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt. „Was Hessen gemacht hat, ist Modell für Deutschland geworden“. 175 Ärztinnen und Ärzte haben laut Sozialministerium bisher an den Programmen teilgenommen.

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