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Schutz durch intelligente Zäune : Die Angst vorm bösen Wolf

Unter Strom: Hessen fördert Tierhalter, die ihre Herden zum Beispiel mit Elektrozäunen vor Wölfen schützen müssen. Bild: Rainer Wohlfahrt

Die Angst vor Wölfen löst nicht nur in Politik und Landwirtschaft Betriebsamkeit aus. Auch Hochschul-Forschung und Unternehmen entwickeln Abwehrinstrumente gegen das Raubtier.

          3 Min.

          Die fünf Wölfe, die nach Hessen zurückgekehrt sind, haben in Politik, Landwirtschaft und Universitäten einen regelrechten Alarm ausgelöst. Vom einfachen Weidezaun bis zum Einsatz Künstlicher Intelligenz reicht das Spektrum der Abwehrtechniken. Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen) hat jetzt eine im Frühjahr angekündigte Richtlinie erlassen, die den Haltern von Nutztieren eine finanzielle Förderung von 80 Prozent der Anschaffungskosten verspricht, wenn sie in den Schutz ihrer Weidetiere investieren. Weil vor allem Schafe und Ziegen gerissen werden, ist das meiste Geld für ihren Schutz vorgesehen. Der sogenannte Grundschutz, ein relativ einfacher, mindestens 90 Zentimeter hoher Zaun, wird landesweit gefördert.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Hinzu kommt eine weitergehende finanzielle Unterstützung in Gebieten, in denen schon Übergriffe von ansässigen Wölfen auf Nutztiere vorkamen. „Auch die Halter anderer Tierarten lassen wir nicht allein“, verspricht Hinz. Wenn sie Opfer eines Übergriffs werden, greift die Förderung eines erweiterten Herdenschutzes. Dazu gehören die Nachrüstung vorhandener Zäune, Ausrüstungsgegenstände wie Stromgeräte, die Anschaffung von Schutzhunden, der Bau von in die Erde reichenden Zäunen und die Einrichtung von Nachtpferchen.

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