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Hessen : Ganztagsschulen: SPD und Grüne sehen Etiketten-Schwindel

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SPD und Grüne haben Kultusministerin Wolff (CDU) „Etikettenschwindel“ beim Thema Ganztagsschule vorgeworfen. Hessen verzögere das Abrufen der bereitgestellten Bundesmittel. Wolff wies die Vorwürfe zurück und verwies auf die steigende Zahl von Ganztagsangeboten.

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          SPD und Grüne haben Hessens Kultusministerin Karin Wolff (CDU) am Donnerstag „Etikettenschwindel“ beim Thema Ganztagsschule vorgeworfen. Wolff rühme sich in Pressemitteilungen damit, im neuen Schuljahr 61 neue Ganztagsschulen einzurichten. Tatsächlich seien nur 67 zusätzliche Stellen für pädagogische Mittagsbetreuung bereitgestellt worden, sagte Priska Hinz (Grüne). Hessen verzögere außerdem das Abrufen der vom Bund bereitgestellten Mittel für den Ganztagsschulausbau, kritisierten Hinz und Heike Habermann (SPD).

          Wolff wies die Vorwürfe zurück. Hessen habe ohne einen Cent aus Berlin die Zahl der Ganztagsangebote in Hessen in den Jahren 2002 bis 2004 verdoppelt. Zum neuen Schuljahr im Sommer steige die Zahl der Schulen mit Ganztagsangeboten auf 290. Für die Bau-Förderung des Bundes bei Ganztagsschulen habe Hessen 254 Projekte mit einem Volumen von 70 Millionen Euro nach Berlin gemeldet. Damit liege das Land an zweiter Stelle in Westdeutschland.

          CDU und FDP: Mehr richtige Ganztagsschulen unfinanzierbar

          SPD und Grüne fordern von der Landesregierung Ganztagsschulen, die bis in den späten Nachmittag Pflichtunterricht, Betreuung, Hausaufgabenhilfe und Sportangebote mit einem einheitlichen Konzept verknüpfen und mit Lehrern abdecken.

          CDU und FDP halten das für unfinanzierbar und verweisen auf die umfassenden Nachmittagsangebote hessischer Schulen, die dafür zusätzliche Stellen oder Geld bekommen. So gebe es Schulen mit Ganztagsangeboten, die Ballett, drei Fremdsprachen und fünf verschiedene Sportarten am Nachmittag unterrichteten. Es sei völlig unsachlich und eine Ohrfeige für die über ihre Arbeitszeit hinaus engagierten Lehrer, wenn die Gewerkschaft GEW das als „Halbtagsschule mit Suppenküche“ bezeichne, sagte Dorothea Henzler (FDP).

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