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Ärztekammer mahnt : Für E-Health mangelt es vielerorts am schnellen Internet

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Zugriff: Die App Clinicall ist ein Beispiel für E-Health Bild: obs

Digitale Angebote sollen Patienten vor allem in ländlichen Regionen helfen. Doch mangelt es am schnellen Internet, wie die hessische Ärztekammer mahnt. Lob gibt es für die „Warts-App“ aus Mittelhessen.

          Entlastung für Ärzte, Hilfe für Patienten: Die Digitalisierung bietet auch dem Gesundheitswesen viele Chancen, doch in Hessen fehlt nach Einschätzung der Landesärztekammer noch die nötige Infrastruktur. „Wichtig ist, dass auch der ländliche Raum einen flächendeckenden Zugang zu gigabitfähigem Internet, mobilem W-Lan und eine lückenlose Mobilfunkverbindung erhält“, erklärte Kammerpräsident Edgar Pinkowski auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Hier liege Vieles im Argen.

          Die schwarz-grüne Landesregierung habe eine Digitalisierungsoffensive angekündigt. Dies sei sehr zu begrüßen, wenn damit Projekte gefördert würden, die den Menschen nutzen. Als Beispiel nannte Pinkowski die von der Technischen Hochschule Mittelhessen entwickelte App „Warts-Ab“, deren Ziel es sei, Wartezeiten zu minimieren. Nach dem Personalwechsel im hessischen Sozialministerium im Anschluss an die Landtagswahl war das Vorhaben ins Stocken geraten.

          Kongress mit Minister

          An diesem Mittwoch findet in Frankfurt ein Kongress zum Thema „E-Health“ statt. Neben Datenschutz soll es auch um Künstliche Intelligenz und Unterstützung in der Pflege gehen. Auch Hessens Sozialminister Kai Klose (Die Grünen) nimmt teil.

          Pinkowski erklärte, Probleme des Datenschutzes seien noch ungelöst. Digitalisierung sei wie ein Zauberwort, das auch viele Politiker glauben lasse, die Lösung für die Herausforderungen im Gesundheitswesen gefunden zu haben. Doch entscheidende Faktoren wie ärztliche Expertise und das vertrauensvolle Arzt-Patienten-Verhältnis ließen sich nicht durch digitale Anwendungen oder Apps ersetzen.

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