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Knapp an der Mark 50 : Frankfurt will ab 7. oder 8. Juni baden

  • -Aktualisiert am

Vor der Öffnung: Das Waldschwimmbad Neu-Anspach darf sich vorbereiten. Bild: AP

Nur noch der Kreis Waldeck-Frankenberg hat in Hessen eine Inzidenz von mehr als 100. In Frankfurt befindet sich die Inzidenz in einem Sinkflug. Während in der Wetterau schon im ersten Freibad geschwommen werden kann, laufen andernorts die Vorbereitungen.

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          Die Inzidenz in Hessen sinkt weiter und nähert sich der 50-er Marke. Am Mittwoch lag sie nach Angaben des Berliner Robert Koch-Instituts bei 53,3 (Stand 3.11 Uhr). Am Vortag waren es noch 68,7 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen gewesen.

          Daniel Meuren
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Binnen eines Tages kamen den Daten zufolge 159 neue Infektionen in Hessen dazu. Zugleich wurden 20 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Die Gesamtzahl der Opfer seit Beginn der Pandemie liegt damit bei 7235.

          Baden in der Wetterau und im Hochtaunus

          In den Regionen wies der Kreis Waldeck-Frankenberg mit 126,0 die höchste Inzidenz auf. Der nordhessische Kreis hat damit die fünfthöchste Inzidenz in ganz Deutschland. Alle anderen Landkreise und Städte Hessens lagen am Mittwoch unter der Hundertermarke. Am Dienstag waren noch die Städte Wiesbaden und Kassel im dreistelligen Bereich gewesen. Die niedrigste Inzidenz hatte der Wetteraukreis mit 25,3. Frankfurt liegt mit 50,2 nur noch denkbar knapp über jener Marke, von der an weitere Lockerungen möglich sind. Die links des Rheins gelegene rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz liegt bei 56 und kann ebenfalls planen.

          In der Wetterau und im Hochtaunuskreis sind derweil erste solche Entscheidungen möglich. Während die Justus-von-Liebig-Therme in Bad Salzhausen sowie das Freibad in Nidda bereits seit Samstag wieder geöffnet haben als erste Bäder in ganz Hessen, ziehen weitere Bäder wie das Usa-Wellenbad in Bad Nauheim oder das Quellwasserschwimmbad Ockstadt am Wochenende nach.

          Im Hochtaunuskreis öffnen die ersten Freibäder gemäß der Regeln am Samstag. Ähnlich wie im Sommer des vergangenen Jahres gelten spezielle Regeln wegen der Corona-Pandemie. So müssen in Königstein, Kronberg und Oberursel Eintrittskarten vor dem Besuch gebucht werden, damit im Bad die Kontaktdaten der Schwimmer vorliegen. Am Eingang, in den Umkleiden und Toilettenräumen muss eine Maske über Mund und Nase getragen werden. Für die Zahl der Besucher, die sich gleichzeitig in Freibad aufhalten, gilt eine Obergrenze. Teils werden Zeitfenster festgelegt, nach deren Ablauf die Besucher das Bad verlassen müssen.

          Voraussetzung für den Badebetrieb ist, dass die Zahl der neuen Infektionen nicht wieder steigt. Die Stadt Kronberg will ihr Waldschwimmbad am Samstag öffnen. Dann stehen das Schwimmerbecken, das Erlebnisbecken und das Kinderbecken zur Verfügung. Der Sprungturm und die Wasserrutsche bleiben, wie schon während der vergangenen Saison, zunächst geschlossen. Eintrittskarten müssen auf der Website der Stadt, www.kronberg.de, gebucht werden. Zur Wahl stehen vier Zeitfenster, immer dürfen nicht mehr als 325 Besucher gleichzeitig ins Bad. Frühschwimmer haben von 6.30 Uhr an eineinhalb Stunden Zeit, die anderen drei Zeitfenster umfassen jeweils drei Stunden. Für Erwachsene kostet der Eintritt vier Euro.

          Frankfurt will ab 7. oder 8. Juni baden

          Die Bäderbetriebe Frankfurt bereiten sich derweil seit Tagen auf die Öffnung der Freibäder vor. So sind die in Kurzarbeit entsandten Mitarbeiter wieder in Vollzeit tätig.

          „Wir öffnen, sobald wir können, und rechnen derzeit mit einer Erlaubnis für 7. oder 8. Juni“, sagt Geschäftsführer Boris Zielinski. Sollte Frankfurt, für das am Donnerstag ein Wert von 50,2 ausgewiesen war, fortan stabil unter einer Inzidenz von 50 liegen, wäre sogar eine Öffnung zwei oder drei Tage früher denkbar. Zielinski will das nicht ausschließen, gibt aber ein paar organisatorische Hindernisse zu bedenken wie die Vorbereitung des Online-Ticketings. Die Freibäder würden unter den Vorzeichen wie im Vorjahr öffnen, also in zwei Zeitfenstern mit vorherigem Online-Ticketkauf und mit den gängigen Abstands- und Hygienevorschriften.

          Am Dienstag werden im Tauna-Bad in Oberursel das Sportbecken mit seinen Bahnen sowie das Nichtschwimmer- und das Kleinkindbecken geöffnet. Auch der Kinderspielplatz und die beiden Beachvolleyball-Plätze können benutzt werden, die Besucher müssen allerdings Abstand voneinander halten. Der Eintritt kostet für Erwachsene fünf Euro, Karten können von Samstag an im Internet unter www.taunabad.de gebucht werden. Dieselbe Zahl an Gästen darf auch ins Waldschwimmbad in Neu-Anspach, das ebenfalls am Dienstag öffnen will. Dort sollen Karten sogar bar bezahlt werden können. Es gelten normale Öffnungszeiten, also im Juni von 7 bis 19 Uhr. Das Königsteiner Freibad im Woogtal soll erst am Montag, 7. Juni, öffnen. Bis dahin muss noch Wasser eingelassen und mit Solarenergie aufgeheizt werden. Im vergangenen Jahr durften höchstens 250 Gäste gleichzeitig ins Freibad. Die Stadtverwaltung strebt an, in diesem Sommer 300 oder 350 Besucher zuzulassen.

          Auf den Intensivstationen hessischer Krankenhäuser lagen nach Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) von Mittwoch (6.19 Uhr) 298 Covid-19-Patienten, von denen 156 beatmet wurden. Knapp 16 Prozent aller Intensivpatienten war wegen dieser Diagnose in der Klinik.

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