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SPD-Anfrage im Landtag : Bahn muss mehr als 70 Eisenbahnbrücken erneuern

  • Aktualisiert am

Gesperrt: die Eisenbahnbrücke in Höhe von Frankfurt-Niederrad im Juli 2019 Bild: Lucas Bäuml

Dutzende Eisenbahnbrücken in Hessen sind marode. Sie instand zu setzen, lohnt sich nicht. Das hat die Bahn AG auf Anfrage der SPD im Landtag mitgeteilt. Es gibt aber auch gute Nachrichten zu diesem Thema.

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          Eine Vielzahl der hessischen Eisenbahnbrücken muss mittelfristig ersetzt werden. Insgesamt stünden bei 73 Brücken perspektivisch Erneuerungsarbeiten an, wie eine Sprecherin der Bahn es formulierte. Das betreffe somit etwa 3,5 Prozent der rund 2100 hessischen Eisenbahnbrücken der Bahn. Von den 76 Brücken, die zusätzlich von der Hessischen Landesbahn und der Regionalbahn Kassel betrieben werden, soll zunächst keine erneuert werden. Das geht aus einer Antwort des hessischen Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion hervor.

          Die Deutsche Bahn und das Eisenbahnbundesamt stufen sämtliche Brücken je nach Zustand in Kategorien ein. Die schlechteste Kategorie 4 bedeutet, dass die Schäden so schwer sind, dass die Brücke lieber ersetzt als instandgesetzt werden muss.

          Alle drei Jahre überprüft

          Sämtliche Brücken - auch die der Kategorie 4 - seien aber sicher, sonst wären sie für den Betrieb gar nicht zugelassen, teilte die Deutsche Bahn mit. Nach Angaben der Bahn wird jede Eisenbahnbrücke im Drei-Jahres-Rhythmus von internen Spezialisten geprüft.

          Der Zustand der Eisenbahnbrücken in Hessen ist - misst man ihn anhand der Anzahl der Brücken in der Kategorie 4 - besser als im Bundesdurchschnitt. Deutschlandweit weisen 5 Prozent der rund 25.000 Brücken so gravierende Schäden auf, dass die perspektivisch ersetzt werden müssen.

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