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Helge Braun : Der Hesse im Kanzleramt

Konzentration auf Berlin: Der Gießener Helge Braun strebt im Herbst 2021 den Wiedereinzug in den Bundestag und die Mitarbeit in einer neuen CDU-geführten Bundesregierung an. Bild: Matthias Lüdecke

Seine Rolle im Kampf gegen Corona hat den Unionspolitiker Helge Braun bekannt gemacht. Neuerdings wird er als möglicher Nachfolger des hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier gehandelt. Will er das überhaupt?

          7 Min.

          Die Aufregung über die hohen Infektionszahlen in Berlin hat vor den Toren des Kanzleramts haltgemacht. Man würde sogar von einer majestätischen Ruhe sprechen, wenn das moderne Bauwerk mit seinen großen Glasflächen nicht das jüngste Sinnbild der deutschen Demokratie wäre. Die vom Sonnenlicht durchflutete siebte Etage hält die unterschiedlichsten Blickachsen bereit. Aber immer sieht man unten den Reichstag und oben den Himmel.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          „Skylobby“ hat der Architekt die in der Gebäudemitte gelegene kreisrunde Fläche mit ihren vier Sitzecken genannt. Sie ist vermutlich das schönste und größte Wartezimmer Deutschlands. Wer es in südlicher Richtung verlässt, betritt den Trakt der Bundeskanzlerin. Im Nordflügel arbeitet der Chef des Kanzleramts. Der Gießener Bundestagsabgeordnete Helge Braun (CDU) bekleidet die Position des obersten Politikmanagers der Republik seit zweieinhalb Jahren. Aber erst in diesem Frühjahr trat er in das Rampenlicht der Öffentlichkeit. Als „Bundesminister für besondere Aufgaben“ fällt es dem Intensivmediziner zu, Deutschland gut organisiert durch die Pandemie zu lotsen.

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