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: Hebel wird von Kampa übernommen

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Der Alzenauer Fertighaus-Hersteller Hebel Haus GmbH wird zum 1.Januar von der Kampa AG in Minden in Westfalen übernommen. Am Mittwoch wurden nach Mitteilung der AG die entsprechenden Verträge mit der ...

          Der Alzenauer Fertighaus-Hersteller Hebel Haus GmbH wird zum 1.Januar von der Kampa AG in Minden in Westfalen übernommen. Am Mittwoch wurden nach Mitteilung der AG die entsprechenden Verträge mit der bisherigen Eigentümerin der Hebel Haus GmbH, der Haniel Bau-Industrie GmbH (Duisburg), unterzeichnet. Die Aufsichtsgremien beider Unternehmen haben der Übernahme zugestimmt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

          Die Hebel Haus GmbH erzielte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr einen Umsatz von 75,7 Millionen Euro. Sie beschäftigt mehr als 100 Mitarbeiter. Laut Bernd Pelz, Vorstandsvorsitzender der Kampa AG, soll Hebel Haus wie alle anderen Marken der Kampa-Gruppe als eigenständiges Unternehmen weitergeführt werden. Das Unternehmen sei eine der großen Marken im Markt für Eigenheime. 30000 schlüsselfertig und massiv gebaute Häuser seit dem Jahr 1963 sowie eine hohe Kundenzufriedenheit bewiesen seine Stärke. Hinzu komme die Innovationsführerschaft beim Passivhaus-Bau, die sich Hebel Haus durch die Spezialisierung auf den Baustoff Porenbeton erworben habe.

          Für Kunden und Mitarbeiter der Hebel Haus GmbH sollen sich durch die Übernahme keine wesentlichen Veränderungen ergeben, kündigte Pelz an. Hebel Haus werde auch weiterhin Massivhäuser im Porenbeton-Bausystem bauen. Es ist hochwärmedämmend und Grundlage für das Hebel Energiesparhaus und das massive Passiv Hebel Haus, das ohne Zentralheizung auskommt. Der Alzenauer Geschäftsführer Carsten Hille wurde als operativer Geschäftsführer bestätigt. Zweiter Hauptverantwortlicher wird Pelz persönlich sein. Seinen Worten zufolge gehe es jetzt darum, in Alzenau die unter der Haniel Bau-Industrie GmbH begonnene Restrukturierung der Geschäftsprozesse gemeinsam fortzusetzen und Synergien mit Kampa zu nutzen.

          Zu erwarten sei, daß die Kampa AG mit der neuen Tochter schnell Marktanteile gewinnen werde. Mit dieser Marke solle der Anspruch des Unternehmens als Deutschlands bekanntester Anbieter von Ein- und Zweifamilienhäusern gestärkt werden. Dazu zähle auch, Massivhäuser bauen zu können. Die derzeitige Produktpalette der Kampa-Gruppe reiche vom vorgefertigten Ausbauhaus über das massiv gebaute Passivhaus bis hin zu exklusiven Villen und Landhäusern. Mit mehr als 60000 Häusern rechnet sich die Kampa-Gruppe zu den führenden Eigenheimanbietern im deutschsprachigen Raum. Die börsennotierte Unternehmensgruppe erreichte 2003 einen Außenumsatz von 169 Millionen Euro und beschäftigte 978 Mitarbeiter. Zu der Gruppe gehören die deutschen Hausbau-Marken Kampa (Minden), ExNorm (Steinheim am Albuch), Libella (Ziesar), Creaktiv (Waltershausen) sowie Novy in Österreich. Dienstleistungsunternehmen für die gesamte Gruppe sind die Montagegesellschaft Kampa Baulogistik GmbH (Minden), die Finanzierungsgesellschaft Hausbau-Finanz GmbH (Minden) sowie die MB Keller- und Massivbau GmbH (Brück). lu.

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