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Blumen statt Kaffee : Wenn Bienen zu Koffeinjunkies werden

Die südamerikanische Plebeia droryana hält sich im Gegensatz zu den deutschen Bienen (im Bild) vom Koffein-Kick fern. Bild: dpa

Was den Menschen ihr Kaffee, ist so mancher Biene ihre Blume. Denn die fleißigen Insekten lassen sich von koffeinhaltigen Pflanzen locken. Nur eine Art lässt sich davon wenig beeindrucken.

          Viele Bienen und Hummeln sind Koffeinjunkies. Sie lassen sich vom Gift der Kaffee-, Tee- und Zitruspflanzen verlocken, auch Blüten aufzusuchen, die die Insekten mit minderwertigem Futter abspeisen. Wie auf den Menschen wirkt das Koffein auch auf die Biene anregend: Es steigert ihren Trieb, Nektar zu sammeln.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Pflanzen, die mit Koffein locken, machen sich das zunutze: Sie motivieren die Bestäuber, sie öfter zu besuchen, und müssen dadurch weniger Energie in Nektar und Pollen investieren. Es gibt allerdings auch Bienen, die sich nicht austricksen lassen. Der Ökologe Christoph Grüter von der Uni Mainz hat nachgewiesen, dass die stachellose südamerikanische Art Plebeia droryana (Foto) keinen Unterschied zwischen Futter mit und ohne Koffein macht.

          Möglicherweise sind diese Hautflügler gegen die Droge unempfindlich geworden, weil in Brasilien schon seit 300 Jahren Kaffeepflanzen angebaut werden – oder es gibt physiologische Unterschiede zwischen ihnen und anderen Bienenarten.

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