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Luise Glaser-Lotz (lu.)

100.000-Marke geknackt : Endlich Großstadt

Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky ist bereits in seiner vierten Amtszeit. Bild: Marcus Kaufhold

Nach jahrelangem Einsatz kann sich Hanaus Oberbürgermeister Kaminsky wohl bald Oberhaupt einer Großstadt nennen. Beim Projekt „Kreisfreiheit“ hapert es allerdings noch an der Umsetzung.

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          Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky weiß sich und die Dinge in Szene zu setzen. Mit der Botschaft, dass die Stadt nun endlich den 100.000. Einwohner zählt und sich zumindest inoffiziell Großstadt nennen darf, wartete er bis zu seiner aufwendig festlichen Amtseinführung. Der Auftritt sei ihm gegönnt, denn Kaminsky hat in seinen ersten drei Amtszeiten viel erreicht für seine Heimatstadt.Sichtlich gerührt ließ sich der alte und neue Oberbürgermeister denn auch am Montag die Amtskette umhängen. Eigentlich wollte er es mit drei Perioden bewenden lassen, doch dann kam das schreckliche Attentat vom 19. Februar 2020 und kurz darauf die Corona-Pandemie. In solchen Zeiten verlasse der Kapitän sein Schiff nicht, erklärte Kaminsky seine abermalige Kandidatur.

          Ein ausschlaggebender Grund dürfte aber auch das Herannahen der 100.000-Einwohner-Grenze gewesen sein. Sicher wollte es sich Kaminsky zum Abschluss seiner politischen Laufbahn nicht nehmen lassen, Oberbürgermeister einer Großstadt zu sein. Dieses Privileg einer Nachfolgerin oder einem Nachfolger zu überlassen wäre ihm sicherlich schwergefallen. Mit einer fast schon an Verbissenheit grenzenden Vehemenz trieb Kaminsky das Projekt „Kreisfreiheit“ vor der Pandemie voran.

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