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Groß-Gerau : Sauer wird Bürgermeister

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Stefan Sauer (Mi.) strahlt zwischen Parteifreund Joachim Hartmann und Lebensgefährtin Roxana Dragan Bild: F.A.Z. - Dieter Rüchel

Der CDU-Bewerber Stefan Sauer wird neuer Bürgermeister von Groß-Gerau. Er setzte sich bei der Stichwahl mit 67,6 Prozent der Stimmen gegen den Kandidaten der Wählergemeinschaft „Kombi“, Reinhard Schindler, durch.

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          Stefan Sauer hat seinen Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigt: Mit 67,6 Prozent wurde der Christliche Demokrat zum künftigen Bürgermeister der Kreisstadt Groß-Gerau gewählt. Damit fiel sein Erfolg über den Bewerber der Wählergemeinschaft „Kombi“, Reinhard Schindler, deutlicher aus, als dies die Parteigänger Sauers erwartet hatten.

          Offenkundig gelang es Sauer bei einer Wahlbeteiligung von 43,6 Prozent auch, Stimmen aus dem Lager der Sozialdemokraten für sich zu gewinnen. Deren Bewerber Hans Espenschied war im ersten Wahlgang knapp gegen Schindler ausgeschieden.

          SPD fehlt die nötige Geschlossenheit

          Sauer glückte ein Start-Ziel-Sieg: Selbst in Wahllokalen in den Stadtteilen Wallerstädten und Dornheim, in denen die Wählergemeinschaft Kombi bei den vergangenen Wahlen überdurchschnittlich erfolgreich gewesen war – immerhin stellt sie die stärkste Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung –, erzielte Sauer einen deutlichen Vorsprung gegenüber Schindler. Und gerade diese Resultate wurden bei der Bekanntgabe der Abstimmungsergebnisse im historischen Rathaus von den CDU-Mitgliedern besonders lautstark gefeiert.

          Schon mit dem Ausgang des ersten Wahlgangs war klargeworden, dass Sauer wegen seines klaren Vorsprungs erster Anwärter auf die Nachfolge Helmut Kinkels (Kombi) würde. Denn der in den vergangenen Jahren in der Kommunalpolitik der Stadt bestimmenden SPD hatte es an der nötigen Geschlossenheit gefehlt, um Espenschied zumindest die Teilnahme an der Stichwahl zu ermöglichen. Die Stichwahl zeigte dann, dass auch das Lager der SPD-Klientel in Sauer den überzeugenderen Kandidaten als Schindler sah.

          „Das ist deutlicher als erwartet“

          Seine Partei habe die erste wirkliche Chance auf das Bürgermeisteramt genutzt, sagte am Wahlabend Georg Sturmowski. Der ehemalige Landtagsabgeordnete und große, alte Mann der Groß-Gerauer CDU verwies darauf, dass seine Partei mit Sauer zum einen einen überzeugenden Kandidaten gefunden und geschlossen unterstützt habe, dies sei den Sozialdemokraten offenbar nicht gelungen.

          Das sei schon ein „beeindruckendes Ergebnis“, befand Wahlsieger Sauer: „Ich hatte mir zwar schon gedacht, daß es reichen könnte, aber das ist schon deutlicher als erwartet.“ Er verwies darauf, auch absolut mehr Stimmen erreicht zu haben als vor zwei Wochen: Dies werte er auch als Verpflichtung für seine künftige Amtsführung, sagte Sauer.

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