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Groß-Gerau : Der SPD-Kandidat scheitert knapp

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Treten in der Stichwahl gegeneinander an: Stefan Sauer (Mi.) und Reinhard Schindler (re.) Bild: F.A.Z. - Rüchel

In Groß-Gerau kommt es zur Stichwahl zwischen Stefan Sauer (CDU) und Reinhard Schindler von der Wählergemeinschaft Kombi. Sauer erreichte bei der Bürgermeisterwahl 41,5 Prozent, Schindler 26,5 Prozent der Stimmen.

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          Das Kopf-an-Kopf-Rennen hat stattgefunden, aber anders, als es sich zumindest die sozialdemokratischen Unterstützer Hans Espenschieds gewünscht hatten: Denn knapp wurde nur die Frage, ob er oder Reinhard Schindler von der Wählergemeinschaft Kombi in die Stichwahl gegen Stefan Sauer (CDU) einziehen würden. Aber selbst in dieser Entscheidung um den zweiten Platz sollte der Sozialdemokrat schließlich unterliegen:

          In zwei Wochen werden sich Sauer, der 41,5 Prozent erreichte, und Schindler begegnen, dann wird sich entscheiden, wer Nachfolger des aus Altersgründen nicht mehr kandidierenden Helmut Kinkel (Kombi) wird. Mit 26,5 Prozent verwies Schindler Espenschied mit 25,4 Prozent auf den dritten Rang; die unabhängige Bewerberin Pia König erzielte mit 6,5 Prozent ein achtbares Ergebnis.

          Stichwahl in zwei Wochen

          Ganz kurz hatte es am Sonntagabend sogar nach einem Start-Ziel-Sieg für Stefan Sauer ausgesehen. Das erste Ergebnis, das im historischen Rathaus der Kreisstadt mitgeteilt wurde, sah den CDU-Stadtverordneten mit 50,1 Prozent bei einer knappen Mehrheit. Doch das Resultat aus dem Stadtteil Wallerstädten sollte in dieser Höhe keinen Bestand haben, schnell pendelte sich Sauers Resultat bei rund 42 Prozent ein.

          Für Sauer wurde es ein entspannter Abend, der mit der Rolle des Favoriten für die Stichwahl in zwei Wochen endete. Espenschied und Schindler dagegen mussten länger zittern: Gerade in Dornheim, einer Hochburg der Wählergemeinschaft, machte der Kombi-Kandidat gegen den Sozialdemokraten Boden gut, erreichte dort sogar knapp das Ergebnis des Spitzenreiters.

          Espenschied dagegen punktete eher in der Kernstadt. Als 16 von 18 Wahllokalen ausgezählt waren, da lag Schindler noch mit gerade einmal zwanzig Stimmen in Front, fast geschlagen geben musste er sich schließlich nach der Auszählung des vorletzten Resultats. Bis zur Auszählung des letzten Briefwahlbezirks sah dann Espenschied wie der knappe Sieger aus, schließlich aber setzte Schindler sich mit knapp einhundert Stimmen von seinem Konkurrenten ab. Der Wahlausgang mehrte die ohnehin schon großen Hoffnungen der CDU: Espenschieds Klientel werde eher Sauer als Schindler die Stimme geben, so die Vermutung bei der CDU.

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