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Verdacht der Untreue : Ermittlungen gegen Bürgermeister in Greensill-Affäre

Sieht sich Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Greensill gegenüber: Schwalbachs Bürgermeister Alexander Immisch Bild: Francois Klein

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft lässt Akten im Rathaus von Schwalbach beschlagnahmen. Es geht dabei um die Geldanlagen bei der insolventen Greensill-Bank.

          3 Min.

          Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Schwalbacher Bürgermeister Alexander Immisch (SPD) aufgenommen. Wie eine Sprecherin der Behörde auf Anfrage bestätigte, wurden die Amtsräume im Rathaus von der Polizei durchsucht und dabei Akten und Datenträger sichergestellt. Es bestehe der Verdacht der Untreue. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit der Greensill-Pleite. Der Schwalbacher Bürgermeister hatte zu Beginn seiner Amtszeit für die Kommune 19 Millionen Euro bei dem unterdessen insolventen Bankinstitut angelegt.

          Heike Lattka
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          Anders als im benachbarten Eschborn, das 30 Millionen Euro bei Greensill angelegt hatte, die nun vermutlich verloren sind, gab es in Schwalbach jedoch einen Magistratsbeschluss vom 11. Februar 2019, demzufolge Festgeldanlagen nur bei Sparkassen, Genossenschaftsbanken und der Bundesbank vorzunehmen sind. Bei diesen Banken sind auch kommunale Einlagen im Falle von Pleiten durch den Staat abgesichert – was bei der Greensill Bank nicht der Fall war.

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