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Gottesdienste in Corona-Zeiten : Sie sind nicht allein

Nuur-Moschee: Beim Freitagsgebet der islamischen Ahmadiyya- Gemeinde in Sachsenhausen gilt strikte Maskenpflicht. Bild: Frank Röth

Im Gottesdienst finden Menschen Trost und Hoffnung, gerade in Krisenzeiten. Diese Erfahrung verbindet über die Grenzen von Konfessionen und Religionen hinweg.

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          Wer evangelisch ist, der findet in diesen Tagen den Osterbrief der Landeskirche in der Post. Darin enthalten ist auch eine Anleitung für eine Andacht in der eigenen Wohnung. Für manche kann das eine Möglichkeit sein, Mut aus der Osterbotschaft zu schöpfen, ohne sich der Gefahr einer Corona-Infektion auszusetzen, für andere jedoch ist das gemeinschaftliche Erlebnis Gottesdienst nicht zu ersetzen. Den Wunsch danach teilen sie mit Gläubigen anderer Konfessionen und Religionen.

          Matthias Trautsch
          (trau.), Rhein-Main-Zeitung

          Als die Bundeskanzlerin vor gut einer Woche eine „Osterruhe“ ausrief, verbunden mit der Bitte, auf Präsenzgottesdienste zu verzichten, da war die Empörung groß. Den Christen zu verbieten, an ihrem höchsten Feiertag zusammenzukommen, das gehe gar nicht, schrieb die evangelische Theologin Margot Käßmann. Gerade unter den Bedingungen einer nun mehr als ein Jahr währenden Pandemie müssten die Menschen erfahren dürfen, nicht allein zu sein. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) einigte sich mit den Spitzen der großen Kirchen auf eine Corona-Regelung wie zu Weihnachten. Darin geht es um sehr viel Verzicht: kein Singen, kein Handschlag, keine Umarmung, dafür Maskenpflicht, Kontaktdatenerfassung und in einigen Gemeinden ein Gottesdienstbesuch nur nach vorheriger Anmeldung.

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