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Goldhausen : Wo Gold vom Winde verweht wird

  • Aktualisiert am

Einblick in den historischen Goldbergbau im Eisenberg bei Korbach Bild: picture-alliance/ dpa

Die Bewohner von Goldhausen haben buchstäblich auf Gold gebaut: Unter dem Ort nahe Korbach verlaufen die Schächte von Deutschlands reichster Edelmetall-Lagerstätte.

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          Die Bewohner von Goldhausen haben buchstäblich auf Gold gebaut: Unter dem Ort nahe Korbach im nordhessischen Kreis Waldeck-Frankenberg verlaufen die Schächte von Deutschlands reichster Goldlagerstätte. Schätzungsweise 1,5 Tonnen des Edelmetalls kamen dort zu Tage.

          Mindestens noch einmal die gleiche Menge ist „verflogen“. „Es gibt hier feinen Goldstaub, Flimmerzeugs, aber keine Nuggets“, erläutert der Vorsitzende des Vereins historischer Goldbergbau Eisenberg, Wolfgang Wille.

          Goldabbau bis ins 19. Jahrhundert hinein

          Das wertvolle Metall stammt aus dem Eisenberg. Etwa seit dem elften Jahrhundert wurde in den umliegenden Bächen das aus dem Berg ausgespülte Gold gewaschen. Später trieben die Menschen in Handarbeit zwanzig Kilometer Stollen und Schächte in den Fels.

          „Pro Tag sind die Leute einen Zentimeter vorangekommen“, sagt Wille. Das Edelmetall liegt verästelt in feinen Schichten auf Schiefergestein. Der Abbau dauerte bis weit ins 19. Jahrhundert hinein.

          Verein besitzt Schürfrechte - Besucher willkommen

          Zuletzt unternahm ein privater Investor in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts neue Bohrversuche. Aufwendiger Abbau und sinkende Weltmarkpreise schreckten ihn von weiteren Arbeiten ab. Die Schürfrechte liegen inzwischen beim Verein historischer Goldbergbau Eisenberg, die Bergbaustätten stehen unter Denkmalschutz.

          Zwischen April und Oktober bieten der Verein und die Stadt Korbach Führungen an. 2005 kamen rund 2000 Besucher. Im Winter gehören die Stollen den Fledermäusen. 18 Arten beziehen laut Wille dort regelmäßig ihr Winterquartier.

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