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Glauberg : Archäologen beziehen neues Keltenmuseum

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Künftig beheimatet auf dem Glauberg: der ebendort gefundene Keltenfürst Bild: dpa

„Das Keltenmuseum wird sich zu einem Publikumsmagneten entwickeln, der Besucher aus dem In- und Ausland fasziniert“, meint Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann. Die Eröffnung ist für das Frühjahr geplant, doch Archäologen haben es schon bezogen.

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          Nach zwei Jahren Bauzeit haben Archäologen das neue Keltenmuseum auf dem Glauberg bezogen. Die Ausstellungsstücke, darunter die mannshohe Statue eines Keltenfürsten aus dem fünften Jahrhundert vor Christus, sollen in den kommenden Monaten folgen. „Das Keltenmuseum wird sich zu einem Publikumsmagneten entwickeln, der Besucher aus dem In- und Ausland fasziniert“, sagte Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) in Glauburg bei der Übergabe des knapp acht Millionen Euro teuren Neubaus. Die Innenausstattung kostet eine weitere Million.

          In dem Museum sollen Funde aus den keltischen Fürstengräbern gezeigt werden, die in den neunziger Jahren über dem Wetterau-Ort auf dem Glauberg ausgegraben wurden. Die Eröffnung ist für das Frühjahr geplant.

          „Wir wollen alle Altersgruppen ansprechen“

          Das Museum ist Teil der 20 Hektar großen „Keltenwelt am Glauberg“, zu der ein archäologischer Park und ein Forschungszentrum gehören. Damit soll der Ministerin zufolge auch der Wissenschaftsstandort Hessen gestärkt werden. Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 1300 Quadratmetern ist halb in einen Hang gebaut und richtet sich mit großen Panoramafenstern zu dem rekonstruierten Fürstengrabhügel aus.

          Mittlerweile fertig: das Keltenmuseum in Glauburg, hier eine Aufnahme vom Mai 2009

          Nach Angaben des Landesarchäologen Egon Schallmayer wird nun vor Ort weiter an den Konzepten für Ausstellung und Museumspädagogik gefeilt. Originalfunde, Rekonstruktionen und verschiedene Medien sollen Besucher in die Welt der Kelten entführen, die in den letzten fünf Jahrhunderten vor Christus in Mitteleuropa siedelten. „Wir wollen alle Altersgruppen ansprechen“, sagte Schallmayer.

          Unter anderem werde die fiktive Geschichte eines Honigsammlers erzählt, der den Glauberg besuchte, als der Keltenfürst beigesetzt wurde. Archäologen fanden in dem Grab neben der 1,86 großen Steinstatue des Herrschers auch eine besondere Grabbeigabe, die sie auf die Idee brachte: ein Gefäß mit uralten Honigresten.

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