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Vom Land Hessen gefördert : Gesundheitszentrum gegen Landarztmangel eröffnet

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„Solche Modelle sind die gesundheitliche Versorgung der Zukunft“: Gesundheitsminister Grüttner (Mitte) beim Besuch des neuen Zentrums in Oberzent Bild: dpa

In einem neuen Gesundheitszentrum in Südhessen arbeiten Fachärzte vernetzt im Team. Es ist das erste Zentrum seiner Art, das vom Land gefördert wird und einem höheren Ziel dienen soll.

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          Das erste von der schwarz-grünen hessischen Landesregierung geförderte Gesundheitszentrum ist in der neuen Odenwald-Gemeinde Oberzent eröffnet worden. Die Fachärzte arbeiteten darin nach einem integrierten Konzept, so dass „ein sinnvolles Zusammenarbeiten der an der Behandlung Beteiligten stattfinden kann“, sagte Gesundheitsminister Stefan Grüttner (CDU) bei der Eröffnung.

          „Solche Modelle sind die gesundheitliche Versorgung der Zukunft.“ Denn: „Es entstehen zunehmend komplexe Hilfebedarfe bei den älter werdenden Patienten.“

          Zudem arbeite der Ärztenachwuchs auch lieber vernetzt im Team. Neben der medizinischen müsse auch die pflegerische sowie soziale Betreuung und Versorgung insbesondere älterer Menschen im Mittelpunkt stehen.

          Was tut die Kassenärztliche Vereinigung gegen den Landärztemangel?

          Warum fehlen in Hessen mehr als 150 Hausärzte? Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) zählt einige Gründe auf: Junge Mediziner wünschten sich wirtschaftlich attraktive Rahmenbedingungen, fühlten sich von Regressen bedroht und verlangten eine vernünftige Balance zwischen Beruf und Privatleben. Viele wollten in Teilzeit arbeiten, was die Versorgungslage weiter verschlechtere.

          Wer sich für eine ländliche Praxis entscheidet, muss nicht mehr am Ort wohnen und er weiß auch vorher genau, wie oft er Bereitschaftsdienste übernehmen muss, betont die KV. Sie unterstützt Niederlassungen in wenig begehrten Regionen auch finanziell - je nach Einzelfall. Das reicht von einer Starthilfe in Höhe von einmalig 60.000 Euro oder 66000 Euro auf fünf Jahre verteilt über Honorarzusagen bis hin zu Zuschüssen für die Kinderbetreuung.

          „Schnell verpuffende Fangprämien“ lösen das Problem nach Einschätzung der KV aber nicht. Sie fordert strukturelle Änderungen, so müssten etwa der ländliche Raum insgesamt attraktiver werden und mehr Medizinstudienplätze eingerichtet werden. (dpa=

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