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Gesundheit : Herkunft des Hasenpest-Erregers in Südhessen weiter unklar

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Außen niedlich, innerlich mitunter gefährlich: Feldhasen Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb

Die Herkunft des seltenen Hasenpest-Erregers, mit dem sich in Südhessen mehrere Jäger infiziert haben, gibt weiter Rätsel auf. Die Untersuchung der Organe von zehn Hasen und einer Bisamratte hat keinen Befund ergeben.

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          Die Herkunft des seltenen Hasenpest-Erregers in Südhessen gibt weiter Rätsel auf. Die Untersuchung der Organe von zehn Hasen und einer Bisamratte habe keinen Befund ergeben, sagte die Sprecherin des Kreises Darmstadt-Dieburg, Doris Becker, am Montag. Allerdings stehe das Ergebnis der mikrobiologischen Untersuchung noch aus, es werde in zwei Wochen erwartet. Am Wochenende seien noch einmal sechs Hasen aus dem Revier und aus dem Nachbarrevier an das Landeslabor nach Gießen geschickt worden.

          Mindestens sechs Jäger hatten sich bei einer Treibjagd Ende Oktober mit Hasenpest (Tularämie) infiziert. Bei ihnen war der Hasenpest-Erreger Francisella tularensis nachgewiesen worden, nachdem sie Hasen ausgeweidet und anschließend über grippeähnliche Beschwerden geklagt hatten. Ein siebter Fall ist ungeklärt. Nach Angaben von Becker sind alle sechs Erkrankten inzwischen wieder wohlauf. Ob sich ein weiterer Jäger infiziert hatte, der inzwischen gestorben ist, bleibt ungeklärt. Sein Leichnam werde nicht exhumiert, sagte Becker.

          Von Tieren auf Menschen übertragbar

          In den vergangenen beiden Jahren waren in Deutschland nach Angaben des Berliner Robert Koch Instituts jeweils drei Fälle von Hasenpest registriert worden. Dem hessischen Umweltministerium zufolge war der letzte Fall von Hasenpest in Hessen vor zehn Jahren gemeldet worden.

          Hasenpest ist von Tieren auf Menschen übertragbar, aber nicht von Mensch zu Mensch. Eine Ansteckung ist denkbar, wenn Erreger durch kleine Verletzungen in die Blutbahn gelangen. Bei Erhitzen - durch Kochen oder Braten - wird das Bakterium nach Angaben von Veterinären sicher abgetötet. Auch andere Säugetiere wie Kaninchen, Ratten oder Mäuse werden befallen.

          Die meldepflichtige Krankheit ist für Tiere meist tödlich, kann beim Menschen aber gut mit Antibiotika behandelt werden. Sie äußert sich mit unterschiedlichen, meist grippeähnlichen Symptomen.

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