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Gendern und Biologie : Neues Ameisy entdeckt

In den matriarchalischen Ameisenstaaten ist das Thema Geschlechtergerechtigkeit kein Problem. Bild: dpa

Die Gender-Diskussion ist in aller Munde und macht auch vor den Darmstädter Biologen nicht halt. Eine neu entdeckte Ameisenspezies hat jetzt einen geschlechtsneutralen Namen bekommen.

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          Über den Stand der Gender-Diskussion in Ameisenstaaten ist uns wenig bekannt. Da diesen Gemeinschaften üblicherweise eine Königin vorsteht, dürfte das Bewusstsein für Geschlechtergerechtigkeit dort jedoch hoch entwickelt sein. Auch lässt die progressive Aufgabenverteilung, die bei manchen Arten zu beobachten ist (Weibchen fallen als Sklavenhalterinnen in fremde Kolonien ein), eine grundsätzliche Skepsis gegenüber binären Rollenklischees erwarten.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Insoweit hat der Darmstädter Biologiedoktorand Philipp Hönle klug gehandelt, als er einer von ihm entdeckten ecuadorianischen Ameisenspezies einen geschlechtsneutralen Namen gab.

          Angemessene Repräsentation

          Von dieser Pioniertat berichtet dpa unter Berufung auf die Fachzeitschrift ZooKeys, in der Hönle die neue Art vorstellte. Ihr Name Strumigenys ayersthey bricht mit taxonomischen Konventionen, indem er nicht auf „ae“ (weiblich) oder „i“ (männlich) endet, sondern mit dem neutralen englischen „they“ schließt.

          Offen bleibt, ob wirklich jede der 800 sexuellen Identitäten, deren Existenz bei allen staatenbildenden Organismen vorausgesetzt werden darf, hierdurch angemessen repräsentiert wird. Falls nicht, muss Herr Hönle auf der nächsten „Conference on Ant Diversity“ mit einem Redeverbot rechnen.

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