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Gedenken an Fritz Usinger : Essayist und Künstlerfreund

Sein Friedberger Haus glich einer Galerie. Jetzt zeigt das Wetterau-Museum eine Auswahl der mehr als 200 Kunstwerke der Sammlung Fritz Usingers, ein Jahr nach seinem 125. Geburtstag.

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          Er war Träger des Georg-Büchner-Preises, Vizepräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Mitglied der Akademie der Wissenschaft und der Literatur. Als Lyriker und Essayist hatte sich der 1895 geborene Friedberger Pädagoge und Literat Fritz Usinger schon in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg mit Gedichtbänden hervorgetan. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab er seinen Lehrerberuf auf und machte sich fortan als freier Schriftsteller einen Namen, darunter seine bekannteste Anthologie „Der Stern Vergeblichkeit“. Besonders setzte er sich zeitlebens mit der bildenden Kunst auseinander, verfasste Essays und Katalogartikel über Werke und Ausstellungen zeitgenössischer Künstler, von denen er manche auch als Mentor betreute.

          Wolfram Ahlers
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für Mittelhessen und die Wetterau.

          In diesem Zusammenhang baute Usinger über Jahrzehnte ein Sammlung an Werken vor allem von Künstlern auf, mit denen er Austausch pflegte und sogar befreundet war – etwa Hans Arp, Ernst Wilhelm Nay, Hermann Goepfert, Lucio Fontana. Mehr als 200 Kunstwerke umfasst diese Sammlung, und sein Haus in der Friedberger Burg glich einer Art Galerie, wie sich Besucher erinnerten. Kurz vor seinem Tod 1982 regelte Usinger die Übergabe der Sammlung an seine Heimatstadt, und nach dem Tod seiner Schwester 1989 übernahm das Wetterau-Museum den Nachlass, von dem Museumsleiter Johannes Kögler sagt, er zähle zu den herausragenden Beständen des Regionalmuseums.

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