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Gastronom über Corona-Pandemie : „Die Hilfen sind ein trauriges Kapitel“

Befürchtet langfristige Folgen: Hans Burkhard Ullrich ist Besitzer des Hotels Kronenschlösschen in Hattenheim. Dort veranstaltet er seit 1996 das Feinschmecker-Treffen mit rund 60 Veranstaltungen in 18 Tagen. Bild: Michael Kretzer

Wegen der Pandemie musste Hans Burkhard Ullrich das von ihm seit 25 Jahren veranstaltete „Rheingau Gourmet & Wein Festival“ absagen. Im Interview spricht der Gastronom über die Folgen und die Perspektiven – und einen dreisten Einbruch.

          6 Min.

          Unter normalen Umständen hätten Sie in diesen Tagen das 25. „Rheingau Gourmet & Wein Festival“ mit einer großen Party in Kloster Eberbach eröffnet. Wann ist Ihnen klargeworden, dass das nicht möglich sein würde?

          Peter Badenhop

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wir haben uns so lange wie möglich die Option offengehalten, das diesjährige Festival stattfinden zu lassen. Wir hätten die Veranstaltungen auch mit nur drei oder vier Tagen Vorlaufzeit organisieren können. Wir haben alle unsere Teilnehmer, alle Köche und Winzer, schon vor Wochen über unsere Strategie informiert, und die haben gewissermaßen „Gewehr bei Fuß“ gestanden. Wenn es in Berlin die Entscheidung gegeben hätte, die Gastronomie vom 20. Februar an grundsätzlich wieder zu öffnen, dann hätten wir fünf Tage später die Welcome-Party feiern können. Wir waren darauf vorbereitet. Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir die Teilnehmerzahlen ja drastisch reduziert, um alle Auflagen erfüllen zu können – sprich die Belegung von Räumen und die Abstände von Tischen und Sitzplätzen. Zur Eröffnungsveranstaltung in Kloster Eberbach haben wir entsprechend statt mit 500 nur mit 220 Gästen geplant, noch dazu gesetzt an festen Plätzen.

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