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Gastarbeiter in Mainz : Gekommen und geblieben

Endstation: Gastarbeiter kommen 1974 an einem Wohnheim an. Bild: Stadtarchiv Mainz / Seib

Vor etwa 50 Jahren erfuhr Mainz einen großen Zuzug von Gastarbeitern. Das prägt die Region bis heute. Jetzt befasst sich auch die „dritte Generation“ mit dem Thema.

          Dass Pizza und Döner längst auch in Mainz fester Bestandteil des gastronomischen Angebots sind, ist nicht zuletzt jenen „Gastarbeitern“ zu danken, die vor rund 50 Jahren nach Deutschland kamen. Vor allem aus Südeuropa reisten Menschen mit dem Zug nach Norden, um im „gelobten Land“ ihr Glück zu machen oder zumindest gutes Geld zu verdienen. Viele von ihnen sind, anders als geplant, trotz geringer Sprachkenntnisse und schwieriger Wohnungssuche nicht mehr in die alte Heimat zurückgekehrt.

          Markus Schug

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Mainz und für den Kreis Groß-Gerau.

          Heute hat laut Statistik mehr als ein Viertel der Mainzer einen Migrationshintergrund und jeder Fünfte davon Wurzeln in der Türkei. An die „Gastarbeiter der ersten Generation“ will das Stadthistorische Museum bis zum 27. Januar mit einer Sonderausstellung erinnern, die in Kooperation mit dem Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität und von Schülern des Gymnasiums am Kurfürstlichen Schloss entstanden ist.

          Letztgenannte interviewten nicht nur Arbeitsmigranten, sondern befragten eigene Mitschüler der „dritten Generation“ dazu, welche Rolle das Thema „Einwanderung“ in ihren Familien spielt. Die Schwarzweißfotos bietende Sonderschau im BauD der Mainzer Zitadelle ist freitags von 14 bis 17 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr zu sehen. Vorträge etwa zum Thema „Vom ,Gastarbeiter‘ zum mündigen Bürger“ (28.November, 19 Uhr) und „Migranten im Jenaer Glaswerk Schott“ (19. Januar, 15 Uhr) ergänzen die Schau. Weitere Informationen finden sich im Internet unter www.stadtmuseum-mainz.de.

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