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Für verbesserte Tiertransporte : Aktivistin mit Hang zur Romantik

Gründerin von „Animals’ Angels“: Christa Blanke bleibt oft nur noch die „Sterbebegleitung“ für die Tiere. Bild: Daniel Vogl

Christa Blanke ist die Gründerin von Animals’ Angels. Sie fordert bessere Bedingungen für Nutztiere, besonders beim Tiertransport. Denn gerade hier hat sie in den vergangenen Jahren viel Leid beobachtet.

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          Um von Christa Blankes Wohnzimmer in die Küche zu kommen, muss man über „Opi“ steigen. Ganz langsam und mit großem Schritt, damit er sich nicht aufregt. Das würde seinem Herzen nicht guttun, schließlich ist „Opi“ schon 14 Jahre alt. Ein fortgeschrittenes Alter für einen Hund. Wie viele große, weiße und verwahrloste Mischlinge Blanke in ihrem 70 Jahre langen Leben schon beherbergt hat, kriegt sie nicht mehr zusammen. Aber es waren immer so viele, wie sie neben ihrer Arbeit als Tierschützerin aufnehmen konnte. Blanke ist Gründerin von Animals’ Angels. Der Name der Frankfurter Organisation klingt kitschig. Die Arbeit der zehn Mitarbeiter ist es nicht. Animals’ Angels hat sich auf den Protest gegen Transporte von Schlacht- und Nutztieren spezialisiert.

          Blanke ist in den vergangenen 20 Jahren Lastwagen mit Rindern und Schweinen hinterhergefahren, tagelang, hat mit Händlern auf Märkten gestritten, während im Hintergrund deren erschöpfte Pferde zusammenbrachen, hat sich auslachen lassen von Männern, die ihre humpelnden Ferkel mit Elektrostöcken durch Auktionshäuser trieben. Manchmal erhitzten sich die Gemüter der Tierhalter so sehr, dass die Elektrostöcke Blankes Kopf nur um Zentimeter verfehlten.

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