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Fünf Verletzte in Bad Hersfeld : Zwei Brände hintereinander in Wohnhochhaus

  • Aktualisiert am

Einsatz: Die Rauchgas-Opfer mussten in Kliniken gebracht werden Bild: dpa

Binnen 24 Stunden hat es in einem Wohnhochhaus in Bad Hersfeld gebrannt. Nachdem beim ersten Male dutzende Bewohner gerettet werden mussten, gab es nun fünf Rauchgas-Opfer.

          Bei einem Feuer in einem Schwesternwohnheim in Bad Hersfeld sind in der Nacht auf Montag fünf Menschen verletzt worden. Unter ihnen seien eine 17 Jahre alte Jugendliche und ein jüngeres Kind, sagte ein Polizeisprecher. Der Brand war demnach im Hausflur ausgebrochen. Auch drei Erwachsene hätten Rauchgasvergiftungen erlitten. Alle Verletzten kamen ins Krankenhaus. Weitere Angaben zu Opfern und Hergang machte der Sprecher nicht.

          Nach Polizeiangaben drangen dichte schwarze Qualmwolken aus dem Gebäude. Zwei Stockwerke mussten evakuiert werden. Das Feuer konnte aber in der Nacht gelöscht werden. Die Bewohner konnten zurückkehren. Die Brandursache war zunächst unklar. Die Polizei geht aber mittlerweile von Brandstiftung aus.

          Mit Drehleiter gerettet

          Denn: Schon am Sonntag hatte ein nächtlicher Brand  dutzende Bewohner des Bad Hersfelder Hochhauses für einige Stunden obdachlos gemacht. Wie die Polizei mitteilte, war das Feuer in der Nacht im vierten Stock ausgebrochen. Die zehn Bewohner der Etage mussten von der Feuerwehr mit einer Drehleiter gerettet werden. Nach Polizeiangaben waren insgesamt 80 Menschen in dem Hochhaus gemeldet - wie viele dort tatsächlich wohnten, war aber zunächst unklar. Zwei Menschen wurden leicht verletzt in Krankenhäuser gebracht.

          Viele Bewohner hätten während des Einsatzes in ihren Schlafanzügen auf der Straße gestanden, berichtete ein Polizeisprecher. Sie konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren. Nur die Wohnungen des vierten Stocks blieben zunächst unbewohnbar. Dort war nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Feuerwehr das Feuer in einem Flur ausgebrochen, in dem Sperrmüll gelagert worden war.

          Die Höhe des Schadens war zunächst unklar. Gutachter sollen nun die Brandursache ermitteln.

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