Hanauer Beispiel : Friedhöfe erwägen präventiven Einsatz von Kühlcontainern

Am Mittwoch ist in Hanau erstmals ein Kühlcontainer genutzt worden, weil die Plätze in den Leichenhallen der Stadt belegt sind. Bisher ist die Stadt mit diesem Vorgehen eine Ausnahme. Aber andere Gemeinden informieren sich in Hanau. Engpässe gibt es in Hessen aber nicht.
Die Pessimisten haben Recht bekommen: Seit Mittwoch wird auf dem Hanauer Hauptfriedhof ein Kühlcontainer genutzt, um Tote aufzubewahren. Denn die Kapazitäten der Krankenhäuser in der Stadt sind erschöpft, und auch die übrigen Liegeplätze auf den Friedhöfen sind nach Angaben eines Sprechers der Stadtverwaltung im Augenblick belegt. Dass im Zeichen der Pandemie zusätzliche Kapazität notwendig werden könnte, das hatten die Hanauer schon im Frühjahr befürchtet und den Container gepachtet, der jetzt in Betrieb genommen worden ist. Dem Vernehmen nach stehen in den beiden Hanauer Krankenhäusern 24 Plätze für Leichen zur Verfügung, auf den sechs Hanauer Friedhöfen ist Raum für 68 Tote, mit 50 liegt der Löwenanteil auf dem Hauptfriedhof.





