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Freizeitparks in Rhein-Main : Ausflug statt Urlaub

Einblicke ins Landleben von früher gewährt der Hessenpark bei Neu-Anspach Bild: Cornelia Sick

Es muss nicht immer eine Urlaubsreise sein - auch ein Tagesausflug hebt die Stimmung. Von Halligalli bis Kultur, Klettern und Landleben ist für Familien in Hessen alles dabei.

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          Bei Wetter wie im Hochsommer waren bereits über die Ostertage die Freizeitparks im Großraum Frankfurt gut gefüllt. Christine Zwermann-Meyer, Inhaberin des Freizeitparks Lochmühle in Wehrheim im Hintertaunus, ist mit 15 000 Besuchern an vier Tagen recht zufrieden, wie sie sagt. Schon gut gebucht waren die Grillplätze, von denen es inzwischen 30 auf dem Freizeitgelände rund um eine ehemalige Getreidemühle gibt.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ob das an den Temperaturen liegt oder daran, dass sich die Menschen in der Wirtschaftskrise lieber ihr eigenes Würstchen auf den Rost legen, vermag die Chefin nicht zu sagen. In jedem Fall rechnet sie wegen der Finanzkrise mit gleichbleibenden, wenn nicht gar anziehenden Geschäften. Viele Kollegen von ihr erwarten Ähnliches, wie die Deutsche Presse-Agentur kürzlich nach einer Umfrage berichtete. Mit bis zu 700.000 Besuchern - und damit ebenso vielen wie im vergangenen Jahr - rechnet 2009 der Opel-Zoo in Kronberg, in dem der Besucher die einzigen Elefanten in Hessen beobachten kann - sofern er Eintritt zahlt und nicht den öffentlichen und unentgeltlichen Philosophenweg durchs Zoogelände wählt. Diese abgespeckte Variante, die immer mal wieder zur Diskussion steht, wird trotz eingeschränkter Tierschau gern genommen und dürfte weiter an Beliebtheit gewinnen. Denn die Eintrittspreise wurden jüngst erhöht, weil für die Elefanten eine neue Anlage gebaut werden soll. Im Eintrittsgeld, 10,50 Euro für Erwachsene und 6,50 Euro für Kinder (3 bis 14 Jahre), stecken jetzt 2,50 Euro Zuschuss für das geplante Gehege.

          Damit zahlt eine vierköpfige Familie (siehe Tabelle) nicht viel weniger als in den Freizeitparks, die mit Achter-, Rodel- oder Wildwasserbahn, mit Trampolin, Streichelzoo und Ponyreiten Kinder jede Menge Erlebnis in ländlicher Umgebung bieten. Das sind: die Freizeitparks Taunus Wunderland in Schlangenbad, der Erlebnispark Steinau im Spessart und der Freizeitpark Lochmühle im Hintertaunus. Vor knapp zwei Wochen haben die Parks die Saison eröffnet, die schöner nicht starten konnte. Auch am gestrigen Mittwoch herrschte Hochbetrieb.

          Erste Adresse für Römer-Fans: die Saalburg bei Bad Homburg

          In der Regel sind alle Spiele-Attraktionen im Eintrittsgeld enthalten. Der Preis richtet sich meistens nach der Körpergröße. Bei Kindern unter 90 Zentimeter entfällt er oft, bei einer Größe über 1,20 oder 1,30 Meter fallen Erwachsenenpreise an. In der Lochmühle kostet nur das Ponyreiten extra, das heißt zwei Euro für zwei Runden. Im Taunus Wunderland wird für Automatenspiele, Fernlenkboote und Wasserballonschießen separat kassiert.

          An Verzehrmöglichkeiten, sei es in einem Restaurant, Kiosk oder einer Crêperie, herrscht in der Regel kein Mangel. Besucher werden aber nicht schief angeguckt, wenn sie Getränke und Vesper aus dem Rucksack holen. Im Gegenteil. Im Internet werden sie ausdrücklich dazu ermuntert. „An den zahlreichen Tischen und Bänken im Park können Sie Ihr Picknick in freier Natur einnehmen“, heißt es etwa auf der Homepage des Erlebnisparks Steinau. Im Opel-Zoo sowie in den Freizeitparks Lochmühle und Steinau sollten Grillplätze vorher telefonisch reserviert werden. Extrakosten fallen dafür nicht an.

          Im Vergleich günstig ist der Eintritt für Familien im Hessenpark und im Römerkastell Saalburg. Auch an diesen Orten, die auf Geschichte setzen und ohne große Spielgeräte auskommen, muss es Kindern nicht langweilig sein. Im idyllischen und weitläufigen Hessenpark ist nicht nur viel Platz zum Herumtoben, regelmäßig gibt es Mitmachaktionen und Veranstaltungen. Die Saalburg bietet an jedem ersten Wochenende im Monat Themen- und Aktionstage, für die man sich nicht extra anmelden muss. Interessant für Kinder dürfte auch die Ausstellung sein, mit der Ende April das nach einem Werkstattbau rekonstruierte neue Fabrica-Gebäude eröffnet wird. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Bewaffnung und Ausrüstung der römischen Soldaten.

          Der Jüngste in der Freizeitrunde ist der Abenteuerparcours Wetzlar, in dem allerdings nur Kinder ab 1,30 Meter Körpergröße und acht Jahren zugelassen sind. Für Abenteurer bis einschließlich 17 Jahren kostet der Eintritt 13 Euro, sonst 18 Euro. Begleiter, die lediglich zuschauen wollen, zahlen nichts. Die Kletterzeit beträgt maximal drei Stunden.

          Opel-Zoo, Hessenpark, Römerkastell und Lochmühle sind im Übrigen auch relativ bequem mit Bus und Bahn zu erreichen.

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