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Erntehelfer in Corona-Krise : Spargelstechen als Einschlafhilfe

Verkauft sonst Jeans: Emre Benk (rechts) hilft während der Corona-Krise am Hof "Junges Gemüse" Bild: Schulz, Samira

Derzeit packen viele mit an, die sich das vor der Corona-Krise nicht hätten träumen lassen. Die unverhoffte Hilfe wird vor allem in der Spargelernte dringend gebraucht. Landwirt Herbert Jung aus Rüsselsheim freut es.

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          Die Notgemeinschaft steht. Zwei Landwirtschaftshelfer aus Rumänien gehören dazu, die eigentlich in ihre Heimat zurückwollten, nun aber doch länger in Deutschland bleiben, weil die Grenze eh dicht und die Zukunft ungewiss ist. Außerdem sind vier Mitarbeiter einer griechischen Taverne aus dem rheinhessischen Ingelheim dabei, die sich erstmals als Feldarbeiter im Landkreis Groß-Gerau versuchen möchten, da ihr Restaurant bis auf weiteres wegen des Coronavirus ohnehin geschlossen bleiben muss.

          Markus Schug

          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Und dann gibt es noch Emre Benk, der als Selbständiger bis vor kurzem in Frankfurt-Höchst den Jeansladen Moskito betrieben und unverkennbar das Zeug dazu hat, im Hofladen von Herbert und Alexandra Jung als „Allzweckwaffe“ in den nächsten Wochen eine tragende Rolle zu spielen. Das Ehepaar ist froh, mit diesem Team sowie einigen Helferinnen aus der Region arbeiten zu können. Gerade das Spargelstechen sei zwar gleichermaßen Kunst und Knochenjob, sagt die Chefin, die zusammen mit ihrem Mann in Rüsselsheim-Bauschheim auf gut 80 Hektar mehr als 60 verschiedene Gemüsekulturen anbaut: „Aber auch das kann man lernen.“

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