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Landgericht Kassel : Freispruch für Professor nach homophoben Äußerungen

  • Aktualisiert am

Freispruch: Das Landgericht Kassel sieht keinen Straftatbestand erfüllt. (Symbolbild) Bild: dpa

Das Landgericht hat den Kasseler Professor Ulrich Kutschera in einem Berufungsprozess freigesprochen. Er hatte Homosexuellen eine grundsätzliche Neigung zum sexuellen Missbrauch von Kindern unterstellt.

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          In einem Berufungsprozess um Aussagen über Homosexuelle ist der Kasseler Biologie-Professor Ulrich Kutschera freigesprochen worden. Das Landgericht Kassel habe keinen Straftatbestand als erfüllt angesehen, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Nach Auffassung der Richter seien die Äußerungen des Professors von der Meinungsfreiheit gedeckt gewesen. In erster Instanz war dieser im vergangenen August vom Amtsgericht Kassel wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden.

          Kutschera hatte 2017 im Gespräch mit dem Internetportal kath.net zum Thema „Ehe für alle“ über homosexuelle Beziehungen hergezogen und diese mit Kindesmissbrauch in Zusammenhang gebracht. Daraufhin hatten mehrere Menschen – darunter Homosexuelle – den Professor der Uni Kassel angezeigt.

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