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Hessenpark und Saalburg öffnen : Nur Einblicke erlaubt

Geschäftsführer Jens Scheller vor der Kulisse des Hessenparks. Besucher können das Museum nun wieder erkunden, die meisten Häuser aber nicht betreten. Bild: Wolfgang Eilmes

Das Freilichtmuseum Hessenpark und das Römerkastell Saalburg sind für ihre Besucher unter Corona-Bedingungen bald wieder zugänglich. Veranstaltungen und Führungen bleiben jedoch vorerst ausgesetzt.

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          Alles hat seine Vor- und Nachteile. Prinzipiell ist ein Freilichtmuseum wie der Hessenpark hygienefreundlich: Auf dem weitläufigen Gelände lassen sich mit etwas gutem Willen auch die großzügigsten Sicherheitsabstände einhalten. Die einzelnen Ausstellungsobjekte hingegen, oft mehr als 100 oder 200 Jahre Gebäude, können nur durch schmale Türen betreten und auf engen Fluren und in kleinen Zimmern erkundet werden. Aus beidem ergeben sich die Regeln, nach denen der Hessenpark bei Neu-Anspach am Mittwoch, 13. Mai, wieder öffnet, fast von selbst: Besucher können das Museum erkunden, die meisten Häuser jedoch nicht betreten.

          Bernhard Biener
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Mittwochs bis sonntags von 10 Uhr bis 18 Uhr ist das Freilichtmuseum unter Corona-Bedingungen von nächster Woche an zugänglich. Veranstaltungen, Führungen und Vorführhandwerk bleiben ausgesetzt. Zwar ließen sich die Abstandsregeln im überwiegenden Teil der Fachwerkgebäude nicht einhalten, teilte Museumsleiter Jens Scheller mit. „Wo es möglich ist, öffnen wir aber die Türen und gewähren einen Einblick in unsere Häuser.“ Auch Gebäude, die durch unterschiedliche Türen betreten und verlassen werden könnten, sollten zugänglich gemacht werden.

          Für die Sicherheit von Besuchern und Mitarbeitern müssen im Eingangsgebäude mit der Kasse, in den Läden am Marktplatz und in den geöffneten Häusern auf dem Museumsgelände Masken getragen werden. Außerdem werden die Gebäude häufiger gereinigt. Besucher sind dazu aufgerufen, die Abstandsregeln zu beachten und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Scheller freut sich nach eigenen Worten über die Wiedereröffnung nach der Corona-Zwangspause. Dass es zunächst nur ein eingeschränktes Angebot gebe, sei zwar schade, angesichts der Umstände aber zu verschmerzen. „Wir tasten uns Schritt für Schritt voran und machen möglich, was angesichts der Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen realisierbar ist.“

          Außer Fachwerkhäusern und der Natur in frischem Frühlingsgrün gibt es im Hessenpark auch etliche Tierkinder wie Küken, Lämmer und Ferkel zu sehen. Der Eintrittspreis ist auf fünf Euro reduziert worden. Auch die Saalburg ganz in der Nähe bereitet sich darauf vor, das wiederaufgebaute Römerkastell für Besucher zugänglich zu machen. „Wir sind damit noch nicht ganz fertig“, sagt Saalburgdirektor Carsten Amrhein auf Anfrage. Ziel sei es, ebenfalls, in der nächsten Woche wieder zu öffnen. Auch in der Saalburg wird es dann zwar keine Veranstaltungen und Führungen geben, Amrhein schloss aber nicht aus, dass die Sonderausstellung „Hammer!“ über Handwerk bei Kelten und Römern trotzdem zugänglich gemacht werden könne.

          Über den aktuellen Stand kann man sich auf den jeweiligen Internetseiten www.hessenpark.de und www.saalburgmuseum.de informieren.

           

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