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Schule in der Corona-Krise : Live-Chat mit dem Lehrer

Eingang der Helmholtzschule in Frankfurt Bild: Michael Braunschädel

Wie soll der Lehrplan in Zeiten von Corona weiterhin umgesetzt werden? Eine Frankfurter Schule hat nach der Schließung problemlos auf Fernunterricht umgestellt.

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          Christoph Heyd pflegt ein Ritual. Wenn er in der Klasse 5d der Helmholtzschule seinen Unterricht in Mathematik oder Musik beginnt, steht er vor den Schülern, schnipst mit Daumen und Zeigefinger und spricht im Takt dazu: „Guten Morgen 5d“. Die Schüler entgegnen daraufhin, ebenso schnipsend und im Chor sprechend: „Guten Morgen Herr Heyd“. Auch nach der Schließung der Schulen wegen der Corona-Pandemie hat der 38 Jahre alte Lehrer mit seiner Tradition nicht gebrochen.

          Bernd Günther
          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aus dem schülerleeren Klassenraum hat er ein Video an seine Schüler gepostet. Die sitzen nun zuhause vor Computern, Tablets oder Smartphones. Fingerschnipsend eröffnet Heyd sein Video, in dem er erklärt, wie in den nächsten Wochen der Unterricht aus der Ferne organisiert wird. Der elfjährige Finnlay schaut sich das Erklärvideo vormittags zur regulären Unterrichtszeit an. Am Schreibtisch sitzt er am i-Pad quasi seinem Lehrer gegenüber, lauscht dessen Worten und verfolgt dessen Mimik.

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