https://www.faz.net/-gzg-9xsab

Schule in der Corona-Krise : Live-Chat mit dem Lehrer

Eingang der Helmholtzschule in Frankfurt Bild: Michael Braunschädel

Wie soll der Lehrplan in Zeiten von Corona weiterhin umgesetzt werden? Eine Frankfurter Schule hat nach der Schließung problemlos auf Fernunterricht umgestellt.

          5 Min.

          Christoph Heyd pflegt ein Ritual. Wenn er in der Klasse 5d der Helmholtzschule seinen Unterricht in Mathematik oder Musik beginnt, steht er vor den Schülern, schnipst mit Daumen und Zeigefinger und spricht im Takt dazu: „Guten Morgen 5d“. Die Schüler entgegnen daraufhin, ebenso schnipsend und im Chor sprechend: „Guten Morgen Herr Heyd“. Auch nach der Schließung der Schulen wegen der Corona-Pandemie hat der 38 Jahre alte Lehrer mit seiner Tradition nicht gebrochen.

          Bernd Günther

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Aus dem schülerleeren Klassenraum hat er ein Video an seine Schüler gepostet. Die sitzen nun zuhause vor Computern, Tablets oder Smartphones. Fingerschnipsend eröffnet Heyd sein Video, in dem er erklärt, wie in den nächsten Wochen der Unterricht aus der Ferne organisiert wird. Der elfjährige Finnlay schaut sich das Erklärvideo vormittags zur regulären Unterrichtszeit an. Am Schreibtisch sitzt er am i-Pad quasi seinem Lehrer gegenüber, lauscht dessen Worten und verfolgt dessen Mimik.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der Journalist Roland Tichy geht gegen die Gerichtsentscheidung zum Correctiv-Stempel in Berufung.

          Tichys Einblick vs. Correctiv : Streiten mit den Wahrheitsfindern

          Das Haudrauf-Magazin „Tichys Einblick“ hat einen „teils falsch“-Stempel bekommen. Laut Gericht ist das zulässig. Doch die Begründung zeigt, was passiert, wenn aus Furcht vor Fake News und Filterblasen ein Wahrheitsrichter installiert wird.
          „Ich soll innerhalb von einer Stunde Stellung nehmen. Ich habe Besseres zu tun“, schrieb Drosten über die Anfrage der „Bild“

          „Bild“ gegen Drosten : Die versuchte Vernichtung

          Die Kampagne der „Bild“-Zeitung gegen den Virologen Christian Drosten legt vor allem eines offen: Das Desinteresse vieler an den Fakten für eine angemessene Pandemie-Politik.