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Frankfurt und die Nachbarschaft : Gemeinsam gegen Corona

Vorsicht ist geboten: Frankfurt nimmt die Corona-Situation in der Nachbarschaft ernst. Bild: dpa

Noch hat Frankfurt kein ganz beunruhigenden Corona-Zahlen: Dennoch arbeitet die Stadt bereits mit Stadt und Kreis Offenbach zusammen. Oberbürgermeister Feldmann will von den Nachbarn und dessen Umgang mit der Krise lernen.

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          Wegen der zuletzt in Offenbach besonders stark gestiegenen Infektionszahlen, arbeiten nun Offenbach, Frankfurt und der benachbarte Landkreis Offenbach enger im Kampf gegen die Corona-Pandemie zusammen. Das teilte am Montag die Stadt Offenbach mit. Die Nachbarstadt Frankfurts hat im fünfstufigen Corona-Alarm-Konzept des Landes Hessen am Freitag die vierte Stufe erreicht und die Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Der Offenbacher Krisenstab hat darauf unter anderem eine Mund-Nasen-Maskenpflicht auch für den Schulunterricht eingeführt. Die hat inzwischen auch Frankfurt präventiv zumindest für weiterführende Schulen verkündet, sofern kein Abstand von mindestens 1,5 Metern sichergestellt werden kann.

          Luise Glaser-Lotz
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Kinzig-Kreis.
          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Frankfurt hat zwar mit etwas mehr als 30 Neuinfizierten erst die zweite Stufe des hessischen Corona-Alarm-Konzeptes erreicht, will aber auf diese Weise das Infektionsrisiko minimieren und eine daraus folgende Quarantäne für sämtliche Kontaktpersonen vermeiden. In Frankfurt gelten die Beschränkungen bis 6. September. Je nach aktueller Lage, ist eine Verlängerung der Maskenpflicht möglich.

          Frankfurt will genau hinschauen

          In Offenbach hat der Verwaltungsstab unter der Leitung von Oberbürgermeister Felix Schwenke (SPD) ebenso weitere Beschränkungen angeordnet: Private Feiern sind auf 50 Teilnehmer beschränkt. Die Gastronomie inklusive Bars muss um 24Uhr schließen und für Konzerte, Theater- sowie Kino-Aufführungen gilt eine Obergrenze von 100 Gästen. Im öffentlichen Raum dürfen sich zudem maximal fünf Personen als Gruppe aufhalten, es sei denn, es sind Angehörige von nicht mehr als zwei Haushalten.

          „Wir Frankfurter tun gut daran, uns genau anzuschauen, wie Offenbach mit der Krise umgeht – und ob bestimmte Maßnahmen auch auf unsere Stadt übertragbar sind“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) am Montag. „Ein koordiniertes Vorgehen ist im Interesse beider Städte“, ergänzte sein Offenbacher Kollege Schwenke. Oliver Quilling, Landrat des Kreises Offenbach betonte: „Für die Akzeptanz der Einschränkungen in der Bevölkerung ist es wichtig, möglichst abgestimmt zu handeln, um einen Flickenteppich aus Maßnahmen zu vermeiden.“

          Derweil hat wohl auch die Gastro- und Veranstaltungs-Szene in Hanau ein seit 20 Jahre etabliertes Pandemie-Opfer zu beklagen, den Culture Club. Die Hoffnung, dass die Stadt das Gebäude kaufen und ein Betriebskonzept mitentwickeln würde, hat sich wohl zerschlagen, weil auch der Stadt durch Corona erhebliche Einnahmen weggebrochen sind.

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