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Frankfurt : Auf einen Schlag 80.000 Seiten gegen den Flughafenausbau

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Das Computerbild zeigt den Frankfurter Flughafen mit der geplanten neuen Landebahn im Nordwesten (oben links) Bild: picture-alliance/ dpa

Zum Ende der Einspruchsfrist gegen den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens hat ein Anwalt mehr als 500 Einwendungen, verteilt auf 119 Ordner, beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht.

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          Zum Ende der Einspruchsfrist gegen den geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens hat ein Anwalt am Montag auf einen Schlag mehr als 500 Einwendungen beim Regierungspräsidium Darmstadt eingereicht. Der Würzburger Verwaltungsrechtler Wolfgang Baumann habe 119 Aktenordner mit 80.000 Seiten Inhalt übergeben, teilte die Kanzlei mit. Die Gesamtzahl der Einwendungen aus 63 Kommunen rund um den Flughafen konnte das Verkehrsministerium in Wiesbaden am Montag zunächst nicht nennen. Erfahrungsgemäß kämen 90 Prozent von ihnen erst am letzten Tag, sagte ein Sprecher.

          Anwalt Baumann vertritt im laufenden Planfeststellungsverfahren nach eignen Angaben sechs Städte und Gemeinden, sämtliche Mutter- und Tochtergesellschaften des Stadtkonzerns Offenbach sowie mehr als 500 Einzeleinwender. „Die auf Geheiß des hessischen Verkehrsministers neu ausgearbeiteten und geänderten Planunterlagen der Fraport AG zum Flughafenausbau sind leider wiederum fehlerhaft, unvollständig und erfüllen die Voraussetzungen des Ministeriums in entscheidenden Punkten überhaupt nicht“, sagte er am Montag. Insbesondere die Luftverkehrsprognose sei unbrauchbar.

          Landebahn soll 2011 in Betrieb gehen

          Die Planungsunterlagen für den Ausbau des Frankfurter Flughafens lagen seit Ende März rund einen Monat lang erneut aus. Bereits 2005 konnte die Öffentlichkeit Einsicht in die Pläne nehmen. Inzwischen wurden sie aber um eine Prognose über die Entwicklung des Luftverkehrs bis zum Jahr 2020 ergänzt, so dass eine erneute Auslegung erforderlich war.

          Hessens Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) hatte darauf hingewiesen, dass es sich „nicht um eine komplett neue Öffentlichkeitsbeteiligung“ handele. Nur die Änderungen in den Unterlagen des Flughafenbetreibers Fraport könnten Gegenstand neuer Einwendungen sein. Nach der ersten Auslegung der Unterlagen hatte es weit mehr als 100.000 Einwendungen gegeben. Im neuen Verfahren erwartet das Ministerium nach Angaben vom Montag eine fünfstellige Zahl.

          Die Fraport AG will unter anderem eine neue Landebahn und ein drittes Terminal bauen. Mit der Inbetriebnahme der neuen Bahn wird im Jahr 2011 gerechnet.

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