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Fossil aus Grube Messel : Älteste Pythonschlange der Welt entdeckt

Gut erhalten: 47 Millionen Jahre altes Python-Fossil aus der Grube Messel Bild: Senckenberg

Pythons leben in Afrika und Asien. Ihren Ursprung könnten diese Riesenschlangen aber in Europa haben, wie ein Fund in der Grube Messel zeigt.

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          Forscher des Frankfurter Senckenberg-Instituts und der Universität Sao Paolo haben in der Grube Messel bei Darmstadt die bisher ältesten bekannten Pythons nachgewiesen. Die etwa einen Meter langen, nahezu vollständigen Fossilien sind etwa 47 Millionen Jahre alt.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Sie wurden der neuen Art Messelopython freyi zugeordnet, benannt nach dem Paläontologen Eberhard „Dino“ Frey vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe. Die Grube Messel, ein stillgelegter Tagebau, gehört als bedeutende Fossilienfundstätte zum Unesco-Welterbe.

          Auch Boas lebten einst in Europa

          Schon länger bekannt ist, dass im Gebiet der Grube Messel vor Millionen von Jahren Boas lebten. Das sind Vertreter der anderen großen Riesenschlangenfamilie, deren Arten heute vor allem in Amerika vorkommen. Bisher hatten Wissenschaftler angenommen, dass Pythons und Boas nicht die gleichen Lebensräume besiedeln, weil sie miteinander konkurrieren. Diese These müsse nach dem jüngsten Fund in Messel überdacht werden, meint Senckenberg-Forscher Krister Smith. Möglicherweise hätten die Pythons sogar ihren Ursprung in Europa.

          Nach dem Erdzeitalter des Eozäns, aus dem die nun beschriebenen Fossilien stammen, sind die großen Würgeschlangen eine Weile aus Europa verschwunden. Im Miozän, vor 23 bis fünf Millionen Jahren, wurden sie wieder dort heimisch, bevor sie sich nach einer globalen Abkühlung in südliche Regionen zurückzogen.

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