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Forschung an Mainzer Uniklinik : In Amerika erliegen vermehrt Jüngere einer Lungenembolie

Eine Lungenembolie verläuft oft tödlich. (Symbolbild) Bild: dpa

Eine Lungenembolie stellt nicht nur für ältere Menschen eine tödliche Gefahr dar. Forscher aus Mainz haben nun herausgefunden, dass in den Vereinigten Staaten mehr verhältnismäßig junge Menschen der Erkrankung erliegen. Grundsätzlich geht die Zahl der Fälle in Europa, Amerika und Kanada aber zurück.

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          Auch für Menschen jüngeren und mittleren Alters sind Lungenembolien eine tödliche Gefahr: 2018 starb die Moderatorin Stefanie Tücking mit 56 Jahren an der Verstopfung eines Blutgefäßes in der Lunge. Forscher des Mainzer Uniklinikums haben jetzt durch eine internationale Studie neue Erkenntnisse über die Häufigkeit von Thrombosen und Embolien gewonnen.

          Sascha Zoske

          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Vor einigen Monaten hatten die Mediziner bereits gezeigt, dass sich im Fall der Lungenembolie die Sterblichkeit in Europa während der Jahre 2000 bis 2015 fast halbiert hat. Daten der Weltgesundheitsorganisation für die Vereinigten Staaten und Kanada aus der Zeit von 2000 bis 2017 bestätigten diese Entwicklung grundsätzlich.

          Allerdings fiel auf, dass in den Vereinigten Staaten seit einigen Jahren wieder mehr verhältnismäßig junge Menschen einer Lungenembolie erliegen. Für eine wohlhabende Industrienation sei dieser Trend ein Novum, meinen die Wissenschaftler.

          Sie vermuten, dass wegen der wachsenden sozialen Ungleichheit immer weniger Amerikaner Zugang zu guter medizinischer Versorgung haben. Gleichzeitig würden schwere chronische Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht und Lungenleiden häufiger, was wiederum das Risiko für Thrombosen erhöhe.

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