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Möglicher Angriffspunkt : Schwachstelle in Enzym von Coronaviren entdeckt

Vermehrungskünstler: In befallenen Zellen reproduziert sich Sars-CoV2 (grün) massenhaft. Bild: EPA

Ohne einen bestimmten Enzymbaustein können sich Coronaviren nicht vermehren. Virologen der Universität Gießen halten es für denkbar, diese Schwachstelle mit Medikamenten zu attackieren.

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          Einen neuen möglichen Angriffspunkt für Corona-Medikamente haben Virologen der Universität Gießen entdeckt. Zusammen mit Kollegen aus Marburg, Russland und den Niederlanden identifizierten sie einen Enzymbestandteil, der in allen Coronaviren vorkommt und für ihre Vermehrung unverzichtbar ist.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Um ihre Erbsubstanz vervielfältigen zu können, brauchen die Viren ein spezielles Enzym, die RNA-Polymerase. Bei Coronaviren enthält es eine zusätzliche Protein-Domäne, die als NiRAN bezeichnet wird.

          Neue antivirale Medikamente?

          Das Forscherteam konnte laut Uni Gießen mit Experimenten zeigen, dass dieser Bestandteil essentiell für das Kopieren der Virus-RNA ist. Er ermöglicht eine chemische Reaktion, bei der ein Baustein der RNA auf ein anderes virales Protein übertragen wird.

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