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Studie der Uni Gießen : Wie Künstliche Intelligenz bei der Suche nach Corona-Medikamenten hilft

Ersehnte Zauberkugel: Auf ein umfassend wirksames Medikament gegen Covid-19 wartet die Welt noch immer Bild: Picture-Alliance

Auch Substanzen, die schon als Arzneimittel zugelassen sind, können gegen Covid-19 wirken. Bei der Suche nach geeigneten Kandidaten kann der Computer helfen, wie Forscher der Uni Gießen nun zeigen.

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          Um möglichst schnell eine Therapie gegen Covid-19 zu finden, werden auf der ganzen Welt Medikamente getestet, die schon zur Behandlung anderer Krankheiten zugelassen sind. Dazu werden in der Regel im Labor in Wirkstoffbanken hinterlegte Substanzen daraufhin untersucht, ob sie SARS-CoV-2 hemmen können.

          Daniel Schleidt
          Stellvertretender Koordinator der Wirtschaftsredaktion in der Rhein-Main-Zeitung.

          Doch es geht auch anders, wie die Arbeitsgruppe von Friedemann Weber vom Institut für Virologie der Universität Gießen zusammen mit Wissenschaftlern aus Großbritannien nun gezeigt hat: Das Forscherteam konnte der Hochschule zufolge zwei Wirkstoffe als potentielle Covid-19-Therapeutika identifizieren.

          Mittels künstlicher Intelligenz haben die Wissenschaftler alle Informationen über zelluläre Proteine und Signalwege, die das Coronavirus für seine Vervielfältigung nutzt, gesammelt und daraus ein Netzwerk an relevanten SARS-CoV-2-Interaktionen gebildet. Ein ebenfalls computergestützter Abgleich mit einer Medikamenten-Datenbank und der Literatur ergab 40 Wirkstoffe, die sich schon in klinischer Testung befinden, sowie 160 neue Kandidaten. „Von den Wirkstoffen, die als besonders gut verträglich bekannt sind, wurden schließlich zwei in Laborexperimenten als hochwirksam gegen SARS-CoV-2 bestätigt“, so Weber. Die Ergebnisse hat das Forscherteam in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht.

          Link zur Publikation

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