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Förderprogramm „Heureka III“ : Milliarden für hessische Hochschulen

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Erhält Geld für den Neubau der Universitätsbibliothek: die Goethe-Universität in Frankfurt Bild: Lando Hass

Die hessische Wissenschaftsministerin Dorn hat das neue Förderprogramm Heureka III vorgestellt. Es will Hochschulen finanziell unterstützen, damit diese Neubauten realisieren und in die Jahre gekommene Gebäude sanieren können.

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          Die hessische Landesregierung stattet die Hochschulen im Land mit weiteren 1,7 Milliarden Euro aus, um ihnen die Sanierung ihrer Gebäude und die Finanzierung von Neubauten zu ermöglichen. Wissenschaftsministerin Angela Dorn (Die Grünen) stellte die Verteilung des Gelds am Mittwoch vor. Demnach wird das von 2021 bis 2026 laufende Hochschulbauprogramm Heureka II um 250 Millionen Euro aufgestockt und mit Heureka III ein 1,435 Milliarden Euro umfassendes Anschlussprogramm aufgelegt. Dieses läuft von 2027 bis 2031. Zusammen mit dem seit 2008 laufenden Bau-Förderprogramm und den bereits zugesagten Mitteln aus Heureka II unterstützt die Landesregierung die Hochschulen insgesamt mit 5,7 Milliarden Euro. Laut Dorn sind zudem weitere Bundesmittel in Höhe von rund 400 Millionen Euro abrufbar.

          Das Hochschulbauprogramm Heureka ermögliche es den Hochschulen, zukunftsfähig zu bleiben, sagte Dorn. Heureka schaffe verlässliche Rahmenbedingungen für die Hochschulen und ermögliche damit sowohl gute Lehr- als auch Forschungsbedingungen. Die Besonderheit des hessischen Heureka-Programmes wird nach Einschätzung der Ministerin deutlich, wenn man die Hochschuldebatten in anderen Bundesländern verfolge. „Hessens Hochschulen werden bundesweit dafür beneidet, dass sie ihre Gebäude selbst besitzen“, sagte Dorn.

          Die Verteilung des Gelds für die Hochschulen sei nach einer „sehr harten Prioritätensetzung“ und klaren Kriterien erfolgt, erläuterte die Ministerin die Mittelvergabe. Dazu gehörte etwa die Bausubstanz der Hochschulen, von denen viele Gebäude aus der Zeit vor 1985 aufweisen. „Wir setzen die Schwerpunkte dort, wo Hochschulen sind, die einen besonders hohen Anteil an diesen Gebäuden haben“, sagte Dorn. Dies sei auch aufgrund der Klimakrise wichtig, denn von 240.000 Tonnen jährlichem Kohlendioxidausstoß der Landesverwaltung werden laut Dorn rund 100.000 Tonnen im Jahr von den Hochschulen verursacht.

          Die Frankfurter Goethe-Universität erhält 170 Millionen Euro für die Fortsetzung des Chemie-Neubaus auf dem Riedberg. Zusätzlich bekommt sie 105 Millionen Euro aus dem Verkauf des alten Polizeipräsidiums für den Neubau der Universitätsbibliothek zur Verfügung gestellt. Die Hochschule Rhein-Main bekommt 85 Euro für den Ausbau des Campus am Wiesbadener Kurt-Schumacher-Ring. Die Frankfurt University of Applied Sciences erhält ebenfalls 85 Millionen Euro für den Ausbau des Campus am Nibelungenplatz. Für die Sanierung des Campus Schöfferstraße bekommt auch die Hochschule Darmstadt 85 Millionen Euro. Die Hochschule für Gestaltung in Offenbach kann mit 50 Millionen Euro für den Neubau am Hafen rechnen. Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt kann weitere 70 Millionen Euro für den Neubau am Kulturcampus einplanen.

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          Die Technische Universität Darmstadt kann mit 175 Millionen Euro für die Ingenieur- und Naturwissenschaften rechnen. Unter anderem für die Erneuerung ihrer Gewächshäuser bekommt die Hochschule Geisenheim University 30 Millionen Euro. 280 Millionen Euro stehen für die Justus-Liebig-Universität in Gießen zur Umsetzung des Masterplans für das Philosophikum bereit und auch die Philipps-Universität in Marburg erhält 280 Millionen Euro. Dieses Geld steht für medizinische und naturwissenschaftliche Einrichtungen auf den Lahnbergen bereit.

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