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Flüchtlinge : Ohne Perspektiven steigt die Frustration

  • -Aktualisiert am

In Hattersheim hat ein Syrer einen Afghanen erstochen. Bild: Cornelia Sick

In Hattersheim hat ein Syrer einen Afghanen getötet, auch in Bad Homburg ist ein Flüchtling erschlagen worden. Wie kommt es zur Kriminalität unter Flüchtlingen? Frust und Unsicherheit spielen dabei auch eine Rolle.

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          Die Bungalows sind hellgelb gestrichen, zwischen den Reihen der kernsanierten Wohneinheiten ist viel Platz. Abgesehen von dem zwei Meter hohen Zaun, der das Asylbewerberheim umgibt, gibt es keinen Hinweis mehr darauf, dass das Gelände in Hattersheim einmal eine Anlage für Tierversuche des Pharmakonzerns Sanofi gewesen war. Vor der Tür des Bungalows mit der Hausnummer T 224 stehen Matratzen; die Spurensicherung war gründlich beim Absuchen der Wohnung.

          In der Küche dieses Hauses kam es am Nachmittag des 2. Januar zu einer Gewalttat. Ein 26 Jahre alter Syrer verletzte seinen afghanischen Mitbewohner mit einem Messer. Eine Bagatelle war Auslöser des Konflikts – die Flüchtlinge hatten sich wegen einer Mahlzeit überworfen. Was als Streit unter Mitbewohnern begann, endete tödlich: Der 39 Jahre alte Afghane erlag noch am Tatort seinen Stichverletzungen. Kurz darauf nahm die Polizei den tatverdächtigen Syrer Shiar A. in der Nähe des Asylbewerberheimes fest. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt teilte am darauffolgenden Tag mit, dass der Syrer die Tat gestanden habe.

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