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„Zukunftsgesetz“ vorgestellt : FDP: Mehr Energie aus Wasserstoff gewinnen

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Frühstart: Diese Wasserstoff-Tankstelle am Industriepark Höchst ging schon 2015 in Betrieb. Nebenan fällt Wasserstoff in der Chlorchemie an, als Abfallprodukt Bild: Michael Kretzer

Klimaneutral, technologieoffen, wirtschaftlich: Das ist Wasserstoff aus Sicht der FDP im Hessischen Landtag. Sie will, dass Wasserstoff vermehrt eingesetzt wird.

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          Die FDP-Fraktion im Hessischen Landtag setzt sich für eine stärkere Nutzung von Wasserstoff ein. „Wir sind überzeugt: Wasserstoff ist die Zukunft. Er ist klimaneutral, technologieoffen, wirtschaftlich und in vielen Bereichen einsetzbar“, sagte der Fraktionsvorsitzende René Rock am Donnerstag in Wiesbaden bei der Präsentation eines Entwurfs für ein Wasserstoff-Zukunftsgesetz.

          Es reiche nicht aus, die Energiepolitik des Landes nur anzupassen. „Es braucht vielmehr eine Neuausrichtung“, betonte Rock und verwies auf den nur langsamen Abbau der CO2-Emissionen. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, sei „eigentlich eine Senkung des CO2-Ausstoßes von 2,5 Millionen Tonnen jährlich erforderlich“. Das schaffe Hessen schon seit vielen Jahren nicht mehr. „Im Gegenteil: Die Emissionen sind zuletzt sogar gestiegen.“

          Al-Wazir sagt: Ja, aber

          Die hauptsächlich privat initiierten Projekte in Hessen müssten dringend besser gefördert werden, mahnte der FDP-Politiker. Die Landesregierung sei beim Thema Wasserstoff aber zu defensiv. Mit dem Wasserstoff-Zukunftsgesetz sei eine schrittweise Erhöhung des Wasserstoffanteils an der Deckung des Endenergieverbrauchs möglich. Bis zum Jahr 2050 könnte der Anteil nach den Plänen der Liberalen auf mindestens 25 Prozent steigen. Der Gesetzentwurf der FDP-Fraktion soll am kommenden Mittwoch im hessischen Landtag in Wiesbaden behandelt werden.

          Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Die Grünen) befürwortet die verstärkte Wasserstoff-Nutzung auch. Aber weder sei Wasserstoff im Überfluss vorhanden noch von sich aus klima- und umweltfreundlich, sondern werde es erst dann, wenn er aus erneuerbaren Energien gewonnen werde. „Leider ist die Umwandlung sehr stromintensiv“, gab er jüngst zu bedenken. Im Industriepark Höchst fallen große Wasserstoff-Mengen in der Chlorchemie an, als eine Art Abfallprodukt.

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