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F.A.Z.-Hauptwache : Auch Grüne distanzieren sich von Autobahn-Blockade

Gefährliche Aktionen: Gegner des Ausbaus der A49 haben sich von einer Brücke über die Autobahn 5 am Flughafen Frankfurt abgeseilt. Bild: dpa

Schon wieder haben Aktivisten mehrere Autobahnbrücken in Mittelhessen blockiert. Und Kinder sollen nicht mehr von ihren Großeltern aus der Kita abgeholt werden. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, steht in der F.A.Z.-Hauptwache.

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          Guten Abend,
          es gibt gute Gründe für den Bau der Autobahn 49 und gute Gründe dagegen. Woran es aber absolut fehlt, sind Gründe dafür, als Gegner andere Autobahnen dadurch zu blockieren, indem man sich von Brücken abseilt. Erst kürzlich hat solch eine Blockade einen schweren Unfall nach sich gezogen. Am Montag nun haben Gegner des Autobahnbaus in Mittelhessen gleich drei Brücken in der Region für ihre Zwecke missbraucht, was zu lebhaften Reaktionen in der Landespolitik führte. Auch die Grünen distanzierten sich von dieser Art des Protests, nur die Linke, sonst immer schnell mit Äußerungen bei der Hand, schwieg. „Verantwortungslos, lebensgefährlich“ ist der Kommentar von Carsten Knop in der Rhein-Main-Zeitung überschrieben.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Verantwortungslos und damit potentiell lebensgefährlich verhalten sich auch in Sachen Corona offenbar noch immer zu viele, jedenfalls kann weiterhin keine Entwarnung gegeben werden. Dafür sind immer neue Regeln zu beachten. So hat das hessische Sozialministerium empfohlen, dass Kinder vom Kindergarten nur von Erwachsenen abgeholt werden sollen, die mit den Kleinen im gleichen Haushalt wohnen – also den Eltern und nicht den Großeltern. In einer Kita im Main-Taunus-Kreis wird die Regel schon angewandt. Sportunterricht in den Schulen wiederum findet zunehmend im Freien statt. In Frankfurt sollen am Dienstag neue Vorgaben zur Corona-Bekämpfung entwickelt werden.

          Gegen Sport im Freien ist nichts einzuwenden, vollständig im Freien zu leben ist hingegen schlimm. Für etwa 100 Obdachlose in Frankfurt, viele psychisch krank, ist es Schicksal. Damit sie es im Winter wenigstens ein bisschen warm haben, öffnet die Stadt auch in diesem Jahr wieder die U-Bahn-Station am Eschenheimer Tor. Und auch in diesem Fall bleibt Corona nicht außen vor: Die Abstände zwischen den Isomatten für die Obdachlosen sind größer als sonst.

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          Und außerdem ist „Der Heimweg“ von Sebastian Fitzek derzeit das am meisten verkaufte Buch in der Region, die anderen Plätze auf der Bestsellerliste finden sich in der Dienstagsausgabe auf der Kulturseite der Rhein-Main-Zeitung +++ wird heute Abend der Frankfurter Gründerpreis verliehen, die Sieger finden sich am Dienstag im Blatt +++ wollte die Nassauische Heimstätte in Offenbach am Kaiserlei 205 Wohnungen kaufen, lässt es aber nun.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen Ihr

          Manfred Köhler

          Das Wetter für Dienstag

          Es ist wechselnd bewölkt. Einzelne Schauer sind möglich. Höchstwerte um 13 Grad. Nachts Regen bei 8 Grad.

          Geburtstag haben am Dienstag

          Wolfgang Hessenauer (SPD), Vorsitzender des Kreisverbands der Arbeiterwohlfahrt Wiesbaden, Stadtältester, früherer Sozialdezernent der Stadt Wiesbaden (78); Susanne Eickemeier, Kanzlerin der Hochschule für Gestaltung, Offenbach (55); Sabine Baumann, Verlagslektorin, Vorsitzende des Vereins "Frankfurt liest ein Buch" (54); Christof Fink (Die Grünen), Erster Stadtrat von Oberursel (46).

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