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FAZ Plus Artikel EU-Gesetze : Wie Brüssel den Alltag bestimmt

Geschützte Kräutermischung: Auch Petersilie und Pimpinelle in der „Frankfurter Grünen Soße“ müssen in Frankfurt oder der Region angebaut werden. Bild: Felix Schmitt

Autofahren ohne Grenzkontrollen, im Urlaub telefonieren ohne Zusatzgebühren – die Europäische Union macht’s möglich. Aber auch auf regionaler Ebene hat die EU Einfluss, Stichwort „Frankfurter Grüne Soße“.

          Das Glühbirnen-Verbot ist längst vergessen. Ohne Murren drehen die meisten Verbraucher inzwischen energiesparende LED-Leuchten in Fassungen, und nur noch die Sensiblen unter den Ästheten vermissen vermutlich die Wärme und Behaglichkeit, die sie zuvor im Licht von Glühbirnen empfanden. Die Glühbirnen-Diskussion ist eine Paradebeispiel für den Frust, den viele Europa-Kritiker gegen die Politik in Brüssel schieben. Bei den Europawahlen vor fünf Jahren gaben in einer Umfrage ein Viertel der Befragten an, sie brächten Europa vor allem mit Regeln und Vorschriften in Verbindung.

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Dass sie in jedes EU-Land reisen, dort studieren, arbeiten und leben können, dass sie die meisten Grenzen passieren dürfen, ohne ihren Pass vorzuzeigen. Dass sie nicht mehr mit horrenden Telefonrechnungen leben müssen, wenn sie im Urlaub mit dem Handy telefonieren und surfen. Dass auch der mittellose Student ein Recht darauf hat, ein Bankkonto zu eröffnen – das alles ist Europa, und Verbraucher nehmen es gerne in Anspruch. Ebenso, dass die gesetzliche Krankenkasse nach dem Skiunfall in der Schweiz die teure Operation an Ort und Stelle im Kantonsspital bezahlt. Die Europäische Krankenversicherungskarte macht es möglich, obwohl die Schweiz nicht einmal Mitglied der EU, sondern nur über bilaterale Verträge mit ihr verbandelt ist.

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          Der dunkelrote Pass: EU-Bürger sind auch auf regionaler Ebene immer mehr von der EU-Gesetzgebung betroffen.

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          Denkmalschutz für hessische Spezialitäten

          Um länderspezifische Lebensmittel gegen Missbrauch zu schützen, hat die EU Anfang der neunziger Jahre drei Gütezeichen entwickelt, die sich optisch kaum voneinander unterscheiden.

          Die höchste Klassifizierung ist die „Geschützte Ursprungsbezeichnung“. Sie verlangt, dass Rohstoffe aus einer bestimmten Region stammen und dort zum Endprodukt verarbeitet werden. Der „Odenwälder Frühstückskäse“ ist das einzige Produkt aus Hessen, das dieses Label tragen darf.

          Das Gütezeichen „Geschützte geografische Angabe“ wurde genehmigt für „Hessischer Handkäse“, „Hessischer Apfelwein“, „Eichsfelder Feldkieker“ und zuletzt die „Frankfurter Grüne Soße“. In diesem Fall muss mindestens eine Stufe des Herstellungsprozesses in einer Region erfolgen. Äpfel für den Apfelwein etwa müssen „überwiegend“ von hessischen Streuobstwiesen stammen. Die Grüne-Soße-Kräuter müssen in Frankfurt angebaut und geerntet werden. Die Bezeichnung „nach Frankfurter Art“ ist nicht erlaubt. In Vorbereitung ist das Gütezeichen auch für die „Nordhessische Ahle Wurscht“.

          Das Siegel „Garantiert traditionelle Spezialität“ schützt im Grunde Rezepturen. Es hebt die traditionelle Zusammensetzung oder ein traditionelles Herstellungsverfahren hervor, der geographische Ursprung ist egal. Hessische Viehhalter, die Heumilch mit dem Siegel bewerben, müssen sich an Vorschriften für Fütterung und Haltung der Tiere halten.