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Nach Absturz nahe Egelsbach : Erste Ergebnisse der Obduktion für Mittwoch erwartet

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Absturzursache noch unklar: Das Wrack eines Kleinflugzeuges bei Egelsbach Bild: dpa

Nach wie vor arbeiten Experten das Flugzeugunglück bei Egelsbach auf. Antworten zur Ursache dürften noch geraume Zeit auf sich warten lassen. Schon für Mittwoch ist Näheres über die Opfer zu erwarten.

          Nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges in Südhessen hat am Dienstag die Obduktion der Leichen der drei Todesopfer begonnen. Mit ersten Ergebnissen sei voraussichtlich erst an diesem Mittwoch zu rechnen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Darmstadt, Robert Hartmann. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung soll unter anderem die Identität der Toten zweifelsfrei geklärt werden.

          Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersuchten zusammen mit russischen Kollegen zwei Tage nach dem Unglück weiter das Flugzeugwrack in einem Spargelfeld nahe des Flugplatzes Egelsbach. Die Maschine war am Sonntagnachmittag bei frühlingshaftem Wetter bei Erzhausen nahe Darmstadt in das Feld gestürzt und sofort ausgebrannt.

          Geschäftsfrau und ihr Vater tot?

          Unter anderem soll die russische Geschäftsfrau Natalija Filjowa unter den Todesopfern sein. Ob es sich bei den beiden anderen Opfern um den Vater der Frau sowie einen russischen Piloten handelt, war vor der Obduktion noch unklar.

          Die russischen Behörden haben wegen des Absturzes ein eigenes Untersuchungsverfahren eingeleitet. Ermittelt werde wegen Verstoßes gegen Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr und des Todes von drei russischen Staatsbürgern, teilte das staatliche Ermittlungskomitee in Moskau mit. Nach Angaben der Ermittler starben die Geschäftsfrau Natalija Filjowa, ihr Vater Waleri Karatschjow und der russische Pilot.

          Traueranzeigen für Absturzopfer

          Russische Zeitungen veröffentlichten am Dienstag Traueranzeigen mit Würdigungen der verunglückten Unternehmerin. Die Miteigentümerin der russischen Fluggesellschaft S7 habe mit professioneller Hingabe das Luftfahrtunternehmen zu einem der führenden Namen in Russland gemacht, hieß es in der ganzseitigen Anzeige der Wirtschaftszeitung „Wedomosti“.

          Die Ursache für das Unglück ist nach wie vor unklar. Die BFU will am 25. Mai einen ersten Zwischenbericht zu dem Absturz veröffentlichen. Ein Abschlussbericht kann den Experten zufolge Monate dauern.

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