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Energiewende ohne Windräder : Solarmodule statt Weizenhalme

Kraft der Sonne: Auch im Rheingau-Taunus-Kreis sollen große Solaranlagen entstehen. Bild: dpa

Windräder haben im hessischen Rheingau-Taunus-Kreis wenige Freunde. Mehrere Kommunen planen jetzt die Ausweisung großer Freiflächen-Solarparks als Beitrag zur Energiewende.

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          Rheingau-Taunus-Kreis ⋅ Zwei Dutzend Windräder drehen sich in den beiden Gemeinden Heidenrod und Hohenstein, doch ein weiterer Ausbau der Windenergienutzung ist im Rheingau-Taunus-Kreis absehbar nicht in Sicht. In Lorch und Geisenheim sind entsprechende Vorhaben schon vor Jahren gescheitert, und dass die vier Rotoren auf der Taunussteiner Seite der Hohen Wurzel noch gebaut werden, ist kaum wahrscheinlich. Dafür werden die Pläne für mehr oder weniger große Freiland-Solarparks im Landkreis immer konkreter. Das mit Abstand größte Projekt dieser Art plant aktuell der Mainzer Projektentwickler Bejulo für die Münchner Investmentgesellschaft Reventon.

          Oliver Bock
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Nordöst- und nordwestlich des Heidenroder Ortsteils Langenseifen soll für rund 14 Millionen Euro ein 20 Hektar großer Solarpark entstehen. Auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche könnten im Jahr 2023 fast 38 500 Solarmodule mit einer Leistung von jeweils mehr als 500 Kilowatt aufgestellt werden. Die Gesamtleistung des Solarparks von rund 20 Megawatt soll rechnerisch ausreichen, um 5700 Haushalte mit grünem Strom zu versorgen.

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