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Energie : Neue Höchstspannungsleitung für Windstrom entsteht in Nordhessen

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Symbolbild: Die 380-Kilovolt-Leitung „Wahle-Mecklar“ soll von 2021 an Windstrom von Nord- nach Süddeutschland transportieren. Bild: Daniel Reinhardt/dpa

Ein Problem von erneuerbaren Energien ist der Transport. Hessen ist bei der Lösung nun einen Schritt weiter. Bürgerinitiativen sind skeptisch.

          Für den Transport von Strom aus Windkraft entsteht in Nordhessen eine neue Höchstspannungsleitung. Die rund 230 Kilometer lange Trasse soll künftig die Knotenpunkte Wahle in Niedersachsen und Mecklar in der Gemeinde Ludwigsau im Kreis Hersfeld-Rotenburg miteinander verbinden. Energieminister Tarek Al-Wazir (Grüne) überreichte am Montag in Wiesbaden die Genehmigung für das 65 Kilometer lange Stück über hessisches Gebiet an den Netzbetreiber Tennet. Geplant sind 178 Masten von einer Höhe bis zu 70 Metern.

          Mit dem Ausbau werde noch in diesen Tagen begonnen, sagte Tennet-Vorstandsmitglied Lex Hartman. Zum Teil würden bereits bestehende Leitungen miteinbezogen, so dass nach der Fertigstellung etwa 50 Kilometer Freileitungen und mehr als 100 Masten rückgebaut werden könnten. Dies habe auch für eine bessere Akzeptanz des Projektes vor Ort gesorgt.

          Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke sagte: „Man muss mit den Leuten reden.“ Die Vorschläge von Bürgerinitiativen seien oft hilfreich. Von den 10 900 Stellungnahmen zu dem Projekt hätten sich viele gegen den Ausbau der Stromnetze generell gewandt.

          Wahle-Mecklar als viertes Projekt 

          Die 380-Kilovolt-Leitung „Wahle-Mecklar“ soll von 2021 an Windstrom von Nord- nach Süddeutschland transportieren und für stabile Netze in Südniedersachsen und Nordhessen sorgen. „Damit hat Hessen seine Aufgaben bei der Ertüchtigung des deutschen Stromnetzes für erneuerbare Energien vollständig abgearbeitet“, erklärte Al-Wazir. Für den niedersächsischen Teil der neuen Leitung liegen nach den Worten von Hartmann noch nicht alle Genehmigungen vor.

          Wahle-Mecklar zählt zu den vier Projekten des Energieleitungsausbaugesetzes, die durch Hessen führen. Die Verbindungen von Dauersberg in Rheinland-Pfalz nach Hünfelden (Kreis Limburg-Weilburg) sowie Marxheim-Kelsterbach und Kriftel-Eschborn im Rhein-Main-Gebiet sind laut Ministerium bereits fertig.

          Darüber hinaus ist Hessen von weiteren Vorhaben betroffen, bei denen Trassen über die Grenzen von Bundesländern hinweg ausgebaut werden sollen. Dazu zählt die Suedlink-Leitung. Für deren Genehmigung ist die Bundesnetzagentur zuständig. Über den Verlauf von Suedlink gibt es zwischen Hessen und Thüringen Streit - keiner will die Leitung bei sich haben.

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