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Hessische Universitäten : Energie-Lockdown nicht ausgeschlossen

Auf dem Westend-Campus der Goethe-Uni könnten einige Lichter ausgehen. Bild: Maximilian von Lachner

Die Hochschulen in Hessen bereiten sich auf einen Energiemangel vor. In den Hörsälen könnte es kühl werden. Auch drastischere Einschränkungen sind denkbar.

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          In diesem Winter könnte die Goethe-Uni wieder in den Lockdown gehen – nicht um das Coronavirus auszubremsen, sondern wegen Strom- oder Wärmemangels. „Eine Schließung der gesamten Universität für mehrere Tage oder Wochen bei andauernden Energieengpässen ist denkbar“, teilt das Präsidium auf F.A.Z.-Anfrage mit. Gleichzeitig wird beteuert, dass man alles tue, um solch ein Szenario zu vermeiden. Seit Wochen beschäftige sich die Hochschule intensiv mit möglichen Auswirkungen der drohenden Energiekrise auf den Lehr- und Forschungsbetrieb.

          Sascha Zoske
          Blattmacher in der Rhein-Main-Zeitung.

          Schon jetzt werde Energie eingespart, und man analysiere, wo es weitere Gelegenheiten dazu gebe. Sollte Wladimir Putin Deutschland den Gashahn komplett zudrehen, bekäme Hessens größte Uni dies zunächst nicht unmittelbar zu spüren, denn ihre Gebäude werden im Wesentlichen mit Fernwärme aus einem Müllheizkraftwerk versorgt. Indirekt könne sich ein Gasmangel aber dennoch auswirken, schreibt die Pressestelle. Auf andere Heizsysteme könne die Uni kurzfristig nicht ausweichen.

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