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Einzelhandel : Main-Taunus-Zentrum darf vorerst nicht erweitert werden

  • Aktualisiert am

Aus Sicht der Stadt Frankfurt groß genug: Das Main-Taunus-Zentrum in Sulzbach Bild: Marcus Kaufhold

Das Main-Taunus-Zentrum darf vorerst nicht von 79.000 Quadratmeter auf 90.000 Quadratmeter Verkaufsfläche erweitert werden. Das Verwaltungsgericht Frankfurt erklärte den Bauvorbescheid des Kreises für nichtig. Geklagt hatte die Stadt Frankfurt.

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          Das Main-Taunus-Zentrum vor den Toren Frankfurts darf vorerst nicht erweitert werden. Im Rechtsstreit um die Ausbaupläne des Einkaufscenters hat die Stadt Frankfurt am Freitag einen Teilsieg errungen. Das Verwaltungsgericht Frankfurt erklärte den Bauvorbescheid des Kreises für nichtig.

          Der Bescheid sei zu unbestimmt, gab die 8. Kammer als Begründung an. Der Kreis kann jetzt beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Berufung gehen. Ob er diesen Weg geht, war am Freitag noch offen. Man müsse zunächst die schriftliche Begründung des Gerichts abwarten, hieß es in Hofheim.

          Die Stadt Frankfurt hatte als Kläger argumentiert, das Bauvorhaben liege teilweise auf ihrem Gebiet, daher hätte die Stadt an den Planungen beteiligt werden müssen. Der Kreis als Beklagter war der Ansicht, der Widerspruch sei zu spät eingereicht worden.

          Vielstimmige Kritik am Ausbauvorhaben

          Der Mehrheitseigentümer des Einkaufszentrums, die Hamburger ECE Projektmanagement, will einen beachtlichen Teil der Parkplätze bebauen. Über Einzelhandelsflächen im Erdgeschoß sollen zwei Parkdecks entstehen. Dadurch soll die Verkaufsfläche des Zentrums von 79.000 auf mehr als 90.000 Quadratmeter steigen. Die Anzahl der Parkplätze in diesem Abschnitt wird sich fast verdoppeln.

          Kurz nach der Ankündigung dieses Bauvorhabens hatte sich der Widerstand gegen das Vorhaben formiert. Kritik kam aus den Reihen des Frankfurter Einzelhandelsverbands, aber auch von Nachbarkommunen, die wie Hofheim und Kelkheim gerade selbst Innenstadt-Einkaufszentren entwickeln.

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