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Einigung : Kitas am Montag wieder geöffnet

Ließ sich auf eine Schlichtung ein: Verdi-Chef Frank Bsirske bei der Streikdelegiertenkonferenz in Frankfurt Bild: dpa

Auch im Rhein-Main-Gebiet hat das Improvisieren am Montag ein Ende. Viele Eltern können ihre in Eigenregie betriebenen Kitas wieder schließen.

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          Auch in der Rhein-Main-Region werden die kommunalen Kindertagesstätten von Montag an wieder regulär arbeiten. Dass im bundesweiten Tarifstreit der Erzieher und Sozialarbeiter eine Schlichtung vereinbart worden sei, sei „eine aus Elternsicht sehr gute Nachricht“, sagte Brigitte Molter vom Gesamtelternbeirat der städtischen Kinderzentren Frankfurt gestern. Sie hoffe, dass die Schlichtung erfolgreich verlaufe und somit keine Streiks mehr bevorstünden. Grundlage müsse aber ein Ergebnis sein, das die Kita-Beschäftigten zufriedenstelle.

          Matthias Trautsch

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Eine Sprecherin der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände zeigte sich ebenfalls erleichtert über die mit der Schlichtung von Montag an geltende Friedenspflicht. In der nächsten Woche würden die Kitas wieder planmäßig arbeiten. Der Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, sagte dagegen, „die Stimmung könnte besser sein“. Er sprach am Donnerstag vor einer Tagung mit rund 300 Delegierten in Frankfurt. In der vorangegangenen Nacht waren Arbeitgeber und Gewerkschaften in Berlin nach dreitägigen Verhandlungen ohne Ergebnis auseinandergegangen und hatten die Schlichtung vereinbart.

          Druck auf Gewerkschaften war groß

          Bsirske traf in Frankfurt auf viele enttäuschte Gewerkschafter. Eine Sozialarbeiterin sagte: „Wir waren vier Wochen auf der Straße und fragen uns jetzt: wofür?“ Auf einem Plakat warfen Delegierte den Verhandlungsführern der Gewerkschaft Wortbruch vor. Bsirske verteidigte das Ergebnis: „Die Öffentlichkeit hätte kein Verständnis, wenn wir die Schlichtung nicht angenommen hätten.“

          Der Druck auf die Gewerkschaften hatte nach fast vier Wochen Streik zuletzt stark zugenommen. So waren in vielen Kommunen Eltern dazu übergegangen, Kitas in Eigenregie zu betreiben. Die Stadt Frankfurt stellte dafür ein bestreiktes Kinderzentrum im Nordend zur Verfügung. Auch in Hattersheim nahmen Eltern das Angebot an, Kinder in ungenutzten Kitas selbst zu betreuen. In der Stadt im Main-Taunus-Kreis war die Lage besonders prekär, weil fast alle Kitas in kommunaler Hand und damit vom Tarifstreit betroffen sind.

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