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Ein Skilift im Taunus : Nur Corona verhindert die Abfahrt

Freunde des Skilifts: Dieter Schöpp, Sebastian Hollunder, Kai-Uwe und Karin Müller (v.l.) mögen den Wintersport fast vor der Haustüre. Bild: Wonge Bergmann

Nach einem kapitalen Schaden war die Zukunft eines Lifts am Großen Feldberg im Taunus ungewiss. Aber die Anlage hat tatkräftige Freunde. Eine Zukunft nach Corona ist gesichert.

          3 Min.

          Eine Saison mit garantiertem Dauerbetrieb gibt es nicht. Wenn es um einen Skilift geht, ist eines nicht selbstverständlich im Taunus, der nun einmal kein Hochgebirge ist: dass Schnee liegt, die Technik funktioniert, Leute bereitstehen, die sich die Zeit für Kassendienst und Aufsicht nehmen. Umso erstaunlicher, dass alle diese Voraussetzungen im Schmittener Ortsteil Oberreifenberg gerade erfüllt sind. Obwohl dort das Betreiben eines Lifts kein sicheres Geschäft ist und vor allem Idealismus erfordert. Den bringen die Mitglieder eines neuen Fördervereins mit. Insofern ist es eine weitere Ironie des Corona-Jahrs, dass derzeit allein die Pandemievorschriften verhindern, den für Skifahrer und Snowboarder zugelassenen Schlepplift auf der Heimlichen Wiese am ehemaligen Posterholungsheim in Betrieb zu nehmen.

          Bernhard Biener
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Hochtaunuskreis.

          Es war kein Virus, das die Zukunft des Lifts zu Beginn des Jahres in Frage stellte. Im Februar pflügte ein Unbekannter mit dem Geländewagen über den Skihang unweit der Jugendherberge Oberreifenberg, verhakte sich im Schleppseil und zog es mit. Dadurch wurde sogar die Hütte verschoben. Für den bisherigen Betreiber Frank Pirr gab es wenig Anlass, für die Wiederherrichtung noch einmal Geld auszugeben. „Er hat mich damals gefragt, ob ich ihn übernehmen will“, sagt Sebastian Hollunder, inzwischen Technischer Direktor der „Freunde des Skilifts Oberreifenberg“. Er hatte Pirr in den vergangenen Jahren mit seinen Kenntnissen unterstützt, doch als Liftunternehmer sah sich der Elektroingenieur nicht.

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