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Corona im Altersheim : Vorsichtig zurück in den Alltag

Alltag: Gemeinsam Olympia schauen geht jetzt wieder. Bild: Maximilian von Lachner

Monatelang herrschte in den Altenheimen Ausnahmezustand. Jetzt besuchen die Bewohner wieder Konzerte und essen im Speisesaal. Aber wie lange hält die Freiheit?

          5 Min.

          Eine Festung ist das Traute und Hans Matthöfer-Haus nicht mehr. Zwar gleitet die Schiebetür zu der Pflegeeinrichtung der Arbeiterwohlfahrt in Oberursel noch nicht von allein auf. Besucher müssen sich anmelden. Aber rein darf wieder jeder, der sich registriert und eines der drei G erfüllt: getestet, geimpft, genesen.

          Theresa Weiß
          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im Hof zocken die Bewohnerinnen Irene Göttsch und Marija Stretof Rommé. Ein Besucher sitzt mit seiner Frau auf der Matthöfer-Alm – so nennen sie den kleinen hügeligen Park hinter dem Haus. Ein paar Leute haben sich vor dem Fernseher versammelt, es läuft Olympia. Alles wieder normal. Bis auf den kleinen Schrank im Flur, gleich am Eingang. Dort liegt ein Buch. Die 16 Heimbewohner und die Mitarbeiterin sind dort porträtiert, die gestorben sind nach ihrer Infektion mit dem Coronavirus.

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